Zitat:
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Zitat von Bow
Das mag den Effekt unangenehmer erscheinen lassen, dennoch kann ein Ball "flattern" oder "trudeln". Wie schon oft geschrieben, ist das sehr anschaulich bei einem Gummiball, den man ohne Rotation kickt.
Was wir aus diesem Thread aber lernen können, ist auch, dass ein TT-Ball schon bei einer Geschwindigkeit von 2 m/s (was nicht sonderlich schnell ist) turbulente Luftströmungen erzeugt und somit diesen ausgesetzt ist. Dadurch dass der Ball klein ist, sind auch die Abweichungen von der anzunehmenden Flugbahn entsprechend klein.
Turbulente Strömungen sind aber chaotisch auftretende Druckunterschiede. Diese chaotisch angreifenden Sog- und Druckwirkungen beeinflussen den Ball eben im Flug. Ist doch nicht so schwer nachzuvollziehen, oder?
Das kann man sogar bei relativ schnellen Bällen beobachten (Schuss), die z.B. von einer langen oder mittellangen Noppe kommen.
Mit Backsidebelägen ist es offensichtlich äußerst schwer, dem Ball keine Rotation mitzugeben.
Natürlich habe ich das nicht durchgerechnet, daher steht hier wohl noch Glaube gegen Glaube (meist der erbittertste Kampf  )
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wenn du jetzt daran denkst, dass man mit einer störnoppe keine allzuschnellen bälle spielst und dann dir mal anschauen würdest, wie klein die auswirkungen der turbulenz sind und wie groß im vergleich dazu das schlägerblatt, dann dürfte niemand mit den "flatterbällen" probleme haben...
jetzt sammel mal die aussagen aller spieler ein, dass die heftigsten flatterbälle gegen noppen entstehen, wenn man den störspielern besonders viel spin auf die noppe gibt... und zwar besonders beim sidespin.
vll. ist nicht ganz klar, was ich vorher erklären wollte, da ich etwas an worten gespart hatte, nun also nochmal deutlicher ->
fast alle tt spieler spielen von klein auf immer gegen "normale" NI beläge und kennen dann nach jahren die flugbahnen in und auswendig. das gehirn weiß genau, wie der ball fliegen wird, wenn der gegner den ball mit nem bestimmten schlägerwinkel in ner bestimmten geschwindigkeit trifft, weil man weiß, wieviel tempo und welchen spin man ihm gegeben hat.
das menschliche auge nimmt nur 18 bilder pro sekunde wirklich wahr. damit man bei schnellen bewegungen dennoch keine probleme hat, alles "wahrzunehmen", simuliert das gehirn die bewegung anhand von erfahrungen und regeln mit und fügt die lücken der bewegung zu um die bewegung fürs gehirn als flüssig zu empfinden.
im tt spiel sieht es dann so aus, dass wir in wirklichkeit nur 18 mal ein neues bild des balles ins gehirn durch das auge bekommen... der rest der flugbahn wird aus unseren erfahrungswerten dazuberechnet.
und nun das problem: da die meisten tt spieler kaum gegen störnoppenspieler gespielt haben, fehlen ihnen einige informationen, denn wie bekannt ändert sich die rotation des balles beim auftreffen auf eine störnoppe im gegensatz zu einem NI belag nicht, wodurch praktisch entgegengesetzte flugbahnen entstehen. wenn man nun einen ball von einem störnoppenspieler gespielt bekommt, sieht das auge wieder die 18 bilder pro sekunde korrekt, aber das gehirn versucht den rest der flugbahn zu simulieren und da es die flugbahnen einer störnoppe noch nicht eingebrannt hat, sondern im ersten moment versucht, die flugbahn von einem NI belag zwischen den 18 bildern des balles pro sekunde, die wir sehen, sehen wir den ball immer an 2 verschiedenen stellen abwechselnd... erst den ball an der realen position, wie er durchs auge wahrgenommen wird und dann die simulation des balles, wie er von dem punkt aus weiterfliegen würde, wenn er die rotation von einem NI belag bei gleicher bewegung mitbekommen hätte.
daher ist es also "eigentlich" keine einbildung, dass wir den ball flattern sehen, sondern wir sehen es wirklich. und zwar ist es halt eine fehlreproduktion der realität, da ein teil des gehirns falsche informationen an den anderen tein weitergibt.
JA, GENAU DAS IST DER FLATTEREFFEKT!!
logisch ist es da natürlich, dass man genauso wie gegen NI beläge die flugbahnen der störnoppen lernen kann. wenn man oft genug gegen störnoppen spielt, lernt man schnell und wird bald keinen flattereffekt mehr wahrnehmen.
ich kann mich noch an meine ersten begegnungen gegen störnoppen erinnern... ich habe teilweise den ball garnicht getroffen, da ich total von den flatterbällen verwirrt war. hab dann aber 1 jahr in einem verein gespielt, in dem ca. 50% der herren solches material spielen und hab mich schnell daran gewöhnt, bis ich die bälle alle aus dem schlaf kannte... von da an gabs sowas wie flattereffekt nichtmehr für mich... ich wusste genau, wie der ball fliegt, wieviel spin er hat usw. und fand es noch viel angenehmen gegen störnoppen als gegen NI zu spielen, da ich dies halt zum vorteil nutzen konnte, da ich genau wusste, was auf mich zukommt. am montag habe ich dann nach ca. 4 monaten ohne noppengegner das erste mal wieder gegen eine störnoppe gespielt und hab wieder für die ersten 20 minuten einen erheblichen flattereffekt empfunden.
sooo fertig.
p.s. ein moderator könnte ja mal bitte die letzten posts über den flattereffekt in einen neuen thread verschieben bitte.