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Alt 19.12.2005, 12:29
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Weltklasse Weltklasse ist offline
TT-Hölzer nach Maß
Foren-Stammgast 2000
 
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AW: Schlägerhaltung beim VH-Seitschnittaufschlag

Hatte gerade lange Weile und da hab ich mal den Balltreffpunkt, Ballkontaktzeit sowie die Wegstrecke beim US-Aufschlag bzw Seitunterschittaufschlag anhand eines Videos von Werner Schlager untersucht.

In einer Sekunde konnte ich mit meinem Player 23-24 Standbilder weiterschalten. Während dieser Zeit berührte der Schläger den Ball genau von einem Standbild (Ball berührt erstmalig den Schläger) bis zum nächsten Standbild (Ball immer noch am Schläger). Beim dritten Standbild hat der Ball den Schläger bereits verlassen. Dies ergibt eine Ballkontaktzeit von nur 0.042-0.044 Sekunden. Während dieser Zeit legt der Schläger eine Strecke von ca 5-10 cm zurück. Das Handgelenk rotiert während dieser Zeit gerade mal um 20-30 Grad.

Mein Schlußfolgerung daraus ist, daß die Beweglichkeit des Handgelenk beim Shakehandgriff voll ausreicht um den Ball maximale Rotation zu verleihen. Um maximale Rotation zu erziehlen kommt es beim Aufschlag also nur auf eine maximale Schnelle Hand während einer Wegstrecke von 5-10 cm bzw. 20-30 Grad die das Handgelenk in dieser Zeit zurücklegt.

Ich habe nochmal bei mir genauer Untersucht um wieviel Grad ich mein Handgelnk drehen kann bei den verschiedenen Griffhaltungen. Der Shakehandgriff beim VH-Aufschlag ermöglicht mir einen Rotation von ca 110 Grad. Der 2-3 Fingergriff hingegen ca. 150 Grad.

Von den möglichen 110 Grand nutzte ich vielleicht 90 Grad für den kompletten Schwung (Beschleunigungsphase, Treffbunkt, Aussschwung) Meiner Einschätzung nach reichen diese 90 Grad vollkommen aus um maximalen Schnitt zu erzeugen. Da sowohl genug Wegstrecke / Grad bleibt um die Hand zu beschleunigen - damit sie während des Balltreffpunktes maximal schnell ist - als auch genug Wegstrecke/Grad führ den Ausschwung.

Fazit:

Es bleibt unbestritten das ich mit dem so genannten Aufschlaggriff eine höhere Handgelenktsbeweglichkeit habe, dies ermöglicht mir variabler Aufzuschlagen da ich den Schläger noch weiter nach unten klappen kann. Dies schafft wiederum Vorteile beim Seitüberschnittaufschlag. Für die maximale Rotationserzeugung ist es unerheblich mit welchen dieser beiden Griffhaltungen ich die VH-Seitschnittaufschläge ausübe. Ich werde jedenfalls in nächster Zeit meine VH-Aufschläge mit dem Shakehandgriff weiter trainieren da ich hierbei eine größere Kontrolle und mehr Sicherheit habe.

Geändert von Weltklasse (19.12.2005 um 14:17 Uhr)
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