ich denke, diese disskussion sollte ausschließlich - wie eingangs von ryker auch angesprochen - auf der akademischen ebene behandelt werden. ganz nebenbei finde ich rykers stil die dinge zu beschreiben einfach nur köstlich

hast du zufällig einen brückenoffizier der "enterprise c" (oder war es die "d") in der familie ?
aber zum thema. ich glaube bis zu einem gewissen level sollte man doch " die turnhalle im dorf " lassen (ich hoffe damit um die "phrasenschwein-euronen" herumgekommen zu sein). wenn man z.b. ab der landesebene, den regeln die nötige geltung verschafft, finde ich das durchaus in ordnung. dort ist man ja schon wer.
ich kenne aber einen fall, wo mir echt zweifel an der konsequenten auslegung dieser regel (mittlerweile nicht nur dieser) gekommen sind. es trug sich zu, dass bei einer bezirksmeisterschaft im nachwuchsbereich ein völlig neues gesicht auftauchte. für seine altersklasse ein riese, aber spachteldürr. dazu kam noch, dass er vor kurzer zeit erst vom fußball zum tt gewechselt war, doch wegen seines enormen sporttalentes auch hier schnell kreismeister wurde. nun traf er, wie bislang gewohnt in langen hosen, auf einen osr, der in dieser beziehung keinerlei spaß verstand, richtiger muss aber wohl gesagt werden, nur wenig fingerspitzengefühl besaß. alle hinweise seitens des betreuers auf das bislang kurze tt-leben des jungen, der übrigens keine
"shorts" mithatte, halfen nichts - der osr wollte ihn partout nicht spielen lassen. nun hatte ich ja die körperliche konstitution des jungen erwähnt, und glücklicherweise kam ein anwesender ül, der den osr von vielen veranstal-tungen und turnieren (auch gegeneineinader) her kannte, auf den genialen gedanken, dass der osr den anderen spielerINNEN und betreuerINNEN es doch unmöglich zumuten könne, den kerl in unterhosen durch die halle springen zu lassen. noch dazu bei den körpermaßen, die auch noch auf beginnende beinbehaarung (auch stachelbeerbeene genannt) schließen ließen (ein in der tat gar zu grausiger anblick, wie ich mich in der umkleidekabine überzeugen konnte). ihr werdet es nicht glauben, aber der osr hatte, nach einem blick in die zustimmende betreuerINNEN-runde, ein einsehen und ließ den jungen
"ausnahmsweise" lang spielen. dem ging das ganze theater übrigen völlig an der (langen) hose vorbei. er marschierte als mr. unbekannt und in langen hosen bis ins finale und unterlag hier nur dem damals schier übermächtigen favoriten. mittlerweile hat er diesen auch schon bezwungen, natürlich in langen hosen, die er nach wie vor nur ablegt, wenn es unbedingt notwendig ist (z.b. eben bei landesmeisterschaften). besser ist das aber auch, denn an dem gräusligen anblick hat sich kaum was geändert.
abschließend noch mal zum eigentlichen thema:
wie von wfox so schön recherchiert: short heißt nun mal short (und damit kurz), egal ob bermuda-short oder short-track. aber wenn man schon, wie allerorten üblich englisches ins deutsche übernehmen muss, dann jedoch auch konsequent. und short heißt nun mal nur eins: kurz, was nichts anderes aussagt als: "nicht lang", so leid mir das für den mit "stachelbeerbeenen" auch tut, und nicht "wie kurz".
aus dem herzen des löwen grüßt jens