In einer
Newsmeldung hier bei TT-NEWS konnte man kürzlich nachlesen, daß Ochsenhausens Macher R.Ihle nicht zufrieden ist mit den Austragunsorten der Deutschen Pokalendrunde.
Zitat:
Deutsche Pokalmeisterschaft - Ihle will raus aus der Provinz
Kein Zugpferd, wenig Zuschauer. Wohl auch, weil Timo Boll sich am Wochendende eine Auszeit gönnte, blieben viele Plätze in der Dillenburger Nassau-Oranienhalle leer. Und das entfachte wieder einmal die Diskussion um Austragungsort und Modus der Deutschen Pokalmeisterschaften.
Kein Zugpferd, wenig Zuschauer. Wohl auch, weil Timo Boll sich am Wochendende eine Auszeit gönnte, blieben viele Plätze in der Dillenburger Nassau-Oranienhalle leer. Und das entfachte wieder einmal die Diskussion um Austragungsort und Modus der Deutschen Pokalmeisterschaften.
Frank Müller, Würzburgs Manager und Ligaausschuss-Mitglied, nahm nach den Halbfinalspielen kein Blatt vor den Mund: "Die Zelluloid-Elite gibt sich hier ein Stelldichein und spielt vor 217 Zuschauern. Das ist bitter und dem Image unseres Sportes nicht unbedingt zuträglich." Zwar füllte sich beim Finale die Halle noch etwas, eine angemessene Kulisse für ein Pokalfinale bot Dillenburg aber nicht. "Tischtennis ist nun einmal eine Randsportart, wenn auch eine höchst attraktive", brachte Müller wieder einmal sein Credo unters Volk. Und Modusänderungen führten sowieso nur in die Irre.
Anderer Meinung war da Düsseldorfs Trainer Andreas Preuß. Seiner Ansicht nach ist das Final-Eight nicht mehr zeitgemäss. Und auch über den Austragungsort der letzten beiden Jahre brach der Ex-Profi den Stab: "Dillenburg und Jülich sind für solche Veranstaltungen tot. Wir müssen in Orte, wo nicht dauernd Bundesliga-Tischtennis zu sehen ist." Dass man Tischtennis als Event durchaus vermarkten könne, habe das Spiel Düsseldorf gegen Gönnern vor 4000 Zuschauern gezeigt.
Der gleichen Ansicht war auch Ochsenhausens Präsident Rainer Ihle. "Wir müssen raus aus der Provinz und in die großen Städte." Wenn man dort 2000 bis 3000 Zuschauer hätte, sei das auch die passende Kulisse für ein deutsches Pokalfinale. Frank Müller schlug vor, die Veranstaltung einmal in den neuen Bundesländern auszutragen, denn dort sei die Tischtennis-Begeisterung riesig. Mit einem anderen Standort ist es nach Ansicht von Ihle aber nicht getan: "Wir brauchen wieder ein richtiges Finale". Der TTF-Macher regte an, dass sich der Ligaausschuss mit dem Thema befassen soll.
Wenn die Top-Vereine aber weiter auf ihre Topstars im Pokalfinale verzichten, wie Fulda auf Jan-Ove Waldner (spielte einen Schaukampf in Frankreich) und eben Gönnern auf Timo Boll, wird sich wohl kaum etwas an der Attraktivität des Wettbewerbes ändern. Bei Düsseldorf fehlte Maze verletzt.
Über die Absage des Zugpferdes ärgerte man sich übrigens auch beim Verband, woraus Ligasekretär Wieland Speer keinen Hehl machte. "Da beraten der Vorstand des DTTB, die Bundesligisten und Ausrüster am Morgen darüber, wie man Tischtennis besser vermarkten kann, und dann fehlt bei einer Top-Veranstaltung in Timo Boll das Aushängeschild. Da fehlen mir die Worte."
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Wie seht Ihr das? Sollten TT-Events wie das Final4 / Final8 lieber in Großstädten austragen werden oder sollte man sie in der "Provinz" lassen?
Welche Standorte bieten sich an?
Was sollte verbessert werden?
Ist der Modus noch zeitgemäß oder muß hier eine Reform her?
Oder gleich ganz abschaffen?
Sollte das Pokalfinale immer am gleichen Ort bleiben (vgl. Fußball-DFB-Pokalfinale in Berlin) oder sollte es jährlich wechseln um in verschiedene Regionen zu kommen?