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Alt 02.01.2006, 09:48
Lukas K. Lukas K. ist offline
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AW: Training und Umgang mit AD(H)S-Kindern

Timo
Schön etwas von einem echten Spezialisten zu hören, der sich mit dieser Thematik hauptberuflich beschäftigt.
Ein wenig kann ich aus eigener Erfahrung auch beitragen. Dies deckt sich allerdings mit den Tipps und Bemerkungen die Timo gemacht hat.

Ich habe einige Jahre mit einem Spieler gearbeitet (er spielt mittlerweile bei den Erwachsenen) der angeblich das ADHS Syndrom hatte, laut Aussage der Eltern. Dieses Syndrom hatte er aber anscheinend nur in der Schule und zu Hause, denn im Training konnte er sich sehr gut konzentrieren. Er hatte zwar einen ausgeprägten Bewegungsdrang, konnte diesen allerdings in die richtigen Bahnen lenken. Hätte ich nicht gewusst, dass er es hat, wäre ich nicht darauf gekommen. Vielleicht war es ja auch eine Fehldiagnose.
Bei mir im Training gibt es sehr klare Regeln, die ich auch konsequent durchsetze und klare Struktur. Mir ist wichtig, dass Kinder zu unterscheiden lernen, wann Gaudi gut und förderlich ist und wann man andere stört, den Trainingsablauf stört und nicht nur sich sondern auch andere daran hindert zu lernen. Die klaren Regeln bilden also das Gerüst, innerhalb dessen viele Spielräume existieren.

Dass verbale Anweisungen auch visuell unterstützt werden sollten, ist denke ich eine Forderung, die sicherlich auf Kinder mit ADHS im besonderen gilt. Allerdings ist das im Kindertraining auch bei allen anderen Kindern effektiver als nur verbale Anweisung.
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Gruss Lukas

Die beste Art die Zukunft vorherzusagen, ist, sie selbst zu gestalten. (Alan Kay)
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