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Alt 13.04.2000, 09:29
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Mephisto Mephisto ist offline
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Ich kann mich mit dem ganzen Thread hier nicht so richtig anfreunden. Eigentlich bin ich ja für alles Neue offen und spiele andere Systeme mit anderen Zählweisen auch mal zum Spaß (die Tie-Break-Methode hört sich wirklich interessant an), aber warum soll man zwanghaft an etwas gutem etwas verändern. Nichts gegen Abwechslung im Training und dem Fun-Faktor, aber ist die aktuelle Zählweise nicht unglaublich attraktiv. Vermeintlich klare Spiele noch einmal umdrehen, die knisternde Spannung in der Verlängerung von Sätzen. Überlegt mal, ob die anderen Zählweisen nicht nur wegen der Seltenheit locken. Was wäre, wenn Ihr Training für Training, Spiel für Spiel, damit konfrontiert werdet.

Ihr kennt bestimmt die Situation, daß Ihr Euch erst Mitte des Satzes an den Gegner gewöhnt habt und das Spiel nach etwas hektischem Anfang mit Dauer des Satzes an Qualität und Attraktivität gewinnt; bei einigen Eurer Vorschläge wäre dann schon alles wieder vorbei (Aufschlag würde noch zusätzlich an Bedeutung gewinnen). Wenn jeder Ball ein Big Point sein soll (sollte es im Optimalfall auch so sein) könnten wir ja nur noch bei 19:19 anfangen. Durch diese ständigen relativ großen Reize, verliert allerdings der Gesamtreiz eines Satzes, eines Spiels, einer spannenden Schlußphase an Bedeutung - eine Reizüberflutung.

Das Argument mit Satzlänge zieht auch nicht, wenn wir bedenken, daß die meisten Sätze nicht länger als 5-10 Minuten dauern. Und wenn ich dann Argumente höre, wie z.B. weniger Kondition nötig, frage ich mich, ob ich mich selbst, Tischtennis als Sportart und vor allem Außenstehende TT als Sportart noch ernst nehmen können. Da könnten wir doch wunderbar das Schwimmbad-Ping-Pong-Klischee bedienen und am besten noch ein Rundlauf-Endspiel bis 3 ausspielen. Auch als Trainer sehe ich es als Pflicht an, sportliche Jugendliche auszubilden und nicht mit einem geringen konditionellen Aufwand für die Sportart zu werben.

Die Idee mit der Tennis-Zählweise halte ich für völlig verfehlt. Die Zahl 21 steht auf der ganzen Welt symbolisch für Tischtennis, daß weiß jedes Kind. Sollen wir uns wiklich einer anderen Sportart anpassen, deren Zählweise subjektiv gesehen eher uninteressanter ist. Wie gesagt, als Abwechslung kein Problem, aber bitte nicht generell.

Wichtig ist es, stets weiter zu denken und für alles offen zu sein, aber bitte keine künstlichen und zwanghaften Veränderungsbestrebungen - nur des Veränderns wegen.

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Carpe diem

Mephisto

[Diese Nachricht wurde von Mephisto am 13-04-2000 editiert.]

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