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Alt 07.01.2006, 13:23
Lawicki Lawicki ist offline
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AW: med. Behandlung während des Spiels?

Zitat:
Zitat von 1600i
Streng genommen darf er sich nicht behandeln lassen.
Bei Verletzungen darf der Oberschiri eine Pause von bis zu 10 Minuten genehmigen. Ein Krampf gilt aber nicht als Verletzung, sondern als Folge von Erschöpfung.
Wer sagt das? >> Heftige Schmerzen während oder nach extremen Belastungen kennzeichnen einen Krampf. >>

Die direkten Auslöser eines Muskelkrampfes sind bis heute nicht genau bekannt. Allerdings lassen sich einige Faktoren benennen, die das Auftreten eines Muskelkrampfes begünstigen:

- hoher Flüssigkeits- und Elektrolytverlust
- zu enge Schuhe und/oder Strümpfe
- Krampfadern
- Infektionen
- unzureichender Trainingszustand
- Kälte
- Veränderungen in der Muskulatur durch ältere Verletzungen

Tritt ein Muskelkrampf auf, so muss die sportliche Aktivität unterbrochen werden. Durch die starken Schmerzen tut das jeder Sportler von allein. Dann sollte sofort eine passive Dehnung des verkrampften Muskels erfolgen. Noch wirkungsvoller ist allerdings eine aktive Anspannung des Antagonisten. Diese Übungen sollten so lange durchgeführt werden, bis sich der Muskelkrampf löst. Leichte Lockerungsmassage und Einseinreibungen unterstützen den Vorgang. Danach kann in der Regel die sportliche Aktivität wieder aufgenommen werden.Das geht manchmal recht schnell, warum sollte also der Wettkämpfer ausscheiden?


Im Wiederholungsfall sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Kommt es zu erneuten Muskelkrämpfen sollte der Sport abgebrochen werden. Nach einem Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes ist ein Aussetzen von 2 bis 3 Tagen sinnvoll. Manchmal kann Krankengymnastik notwendig werden. In schweren und wiederholten Fällen kann eine Therapie mit muskellockernden (Muskelrelaxantien) und entzündungshemmenden (Antiphlogistika) Medikamenten über 2 bis 3 Tage sinnvoll sein. Kommt es bei einem Sportler häufiger zu Muskelkrämpfen, so sollte eine ärztliche Abklärung im Hinblick auf einen Kalzium- oder Magnesiummangel, auf Durchblutungsstörungen oder neurologische Erkrankungen erfolgen.

Dr.med. Wolfgang Lawicki
Sportmedizin
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