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Zitat von Ralf A. aus Niedersachsen
Um TT bei den Kids beliebt zu machen, fehlt ein etwas freakiger Top-Spieler. Timo Boll ist zwar bekannt und als Guter anerkannt- für eine Star ist der aber leider etwas zu langweilig. Besser zu vermarkten wäre da schon Christian Süss. So einer hätte die Chance auf mehr TV-Präsenz.
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Vor einigen Jahren hies es oft, es fehlt einfach ein Star und dann geht alles von selbst. Nun hat man einen, und dann ist es auch wieder nicht recht. Ich denke nicht, dass man so einen Schritt weiter kommt.
Die gemachten Fortschritte werden in Deutschland zu wenig wahr genommen. Eurosport hat die Übertragungszeiten von fast Null auf ein beachtliches Level angehoben, Timo Boll hat einen Bambi gewonnen und wurde Dritter bei der Wahl zum Sportler des Jahres.
Die Erfolgskriterien werden in der Diskussion oft auf einen Faktor reduziert. Mal sind es die Regeln, dann wieder die TV-Sender oder das öffentliche Image. Es gibt viele Parameter, an denen man drehen kann, aber nicht in beliebiger Reihenfolge.
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Zitat von Peter Franz
Allerdings müssen diese Veranstaltungen dann optimal präsentiert sein.
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Was den Profibereich angeht, ist das für mich einer der Knackpunkte. Eine höhere TV-Präsenz verpufft schnell, wenn der Profisport so präsentiert wird wie das Kegelturnier der freiwilligen Feuerwehr. Hier fehlt es leider oft an Professionalität, was wiederum damit zu tun hat, dass im TT weniger Geld "im Umlauf" ist als in anderen großen Sportarten. Vieles hängt eben von Einzelpersonen ab.
Die TV-Übertragungen selbst sind in den letzten Jahren schon z.T. deutlich besser geworden. Allerdings verstehe ich nicht, warum das Hilfsmittel "Spieler (o.ä.) als Co-Moderator" praktisch aufgegeben wurde. Ich denke, manche Sender wagen sich lieber erst gar nicht an TT heran, weil die Erfahrung mit diesem Sport fehlt.
Was die Strategie der ITTF und der Nationalverbände angeht, liegt der Fokus fast ausschliesslich auf dem Profibereich. Man sollte sich bewusst sein, dass die Zuschauer auch irgendwo her kommen müssen. Nicht nur der Amateurbereich, sondern auch nicht im Verein aktive Hobbyspieler bieten eine riesige Zielgruppe. Hier muss man auch ansetzen, um ein freakigeres Image zu bekommen, siehe die Vorschläge von ML.
Der Sport an sich ist genau richtig, so wie er ist. An der Präsentation lässt sich allerdings noch einiges verbessern.