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AW: Angaben der Profies zu schwer für niedrigere klassen ?
Das Problem ist, dass der viele Schnitt einen sehr starken Gegner ganz einfach nicht interessiert. Man hat damit schlicht keinen Vorteil (statistisch gesehen, wenn Gewinn-Verlustpunkte bei Aufschlag über ein ganzes Match ausgewertet werden). Der Gegner wird zwar vielleicht den einen oder anderen Aufschlag falsch einschätzen und den Rückschlag versieben. Dafür kommen die meisten anderen Bälle aber mit Sicherheit als giftige TS oder sonstwas Unangenehmes zurück. Die halblangen Aufschläge werden zwar vom Gegner sicherer retourniert, aber die direkten Abschüsse mit dem Return sind seltener, man hat eine bessere Chance mit dem Aufschlag dann selber in den Angriff zu kommen. Unter dem Strich scheint das in höheren Spielklassen statistisch gesehen zu besseren Resultaten für die Aufschläger zu führen.
Sicher kann die taktische Analyse im Einzelfall auch einmal ein anderes Vorgehen favorisieren, ich möchte hier nur nochmals an das WM-Halbfinale zwischen Kong und Schlager in Paris erinnern, dass durch den Wechsel Kongs auf längere Aufschläge beinahe noch anders ausgegangen ist.
In der Krökelklasse kann das umgekehrt für mich auch einmal bedeuten, dass mir ein schwächerer Gegner meine "Superaufschläge" mit zu hoher Trefferquote reinprügelt. Ich gehe dann dazu über, die halt weniger schnittigen halblangen und kurzen Aufschläge zu spielen, was aber unter diesen Umständen zu besseren Resultaten führt (gegen schwächere Spieler komme ich ja auch aus dem offenen Ballwechsel heraus genügend oft gut ins Spiel).
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Dr. Strangelove
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