AW: Oberliga 1 Saison 2005/2006
kuckst du,
Das Ganze eine Rechnerei
DJK Lenkerbeck gilt vor dem Spitzenvergleich gegen TuS Warstein als favorisiert.
Nicht nur wegen des 9:4-Siegs im Hinspiel, sondern auch beim Vergleich beider Formationen
Die Bälle für die Rückrundenbegegnung liegen noch gar nicht auf den Tisch, da gibt´s schon die ersten Voraussagen für den anstehenden Spitzenvergleich der Tischtennis-Oberliga zwischen dem Tabellenführer DJK Lenkerbeck und dem Zweiten TuS Warstein.
Das liegt nicht nur daran, dass die Lenkerbecker seinerzeit in Warstein klar mit 9:4 gewonnen haben. Wenn Experten über den Formationen beider Klubs brüten, dann schlüpft nach eingehender Prüfung ein Lenkerbecker Vorteil heraus.
Das Ganze eine Rechnerei - im Vorfeld ist das gerade im Tischtennis durchaus zulässig.
Dazu kann man zum Beispiel ins obere Paarkreuz schauen. Gang Pan, Nummer eins der DJK Lenkerbeck, hat seine Einzel mit bisher 22:0 abgeschlossen.
Der frühere Lenkerbecker Adedapo Akiode als Warsteins Top-Spieler hat 21:1 als Einzelbilanz. Das eine Match gab er natürlich gegen Gang Pan ab (3:0 für den DJK-Top-Mann in Warstein). Lenkerbecks Zwei Dirk Koss kommt auf 12:8, Warsteins Marco Hovemann auf 9:11.
Da hat Lenkerbeck insgesamt Vorteile, könnte man sagen. Aber andere Aspekte sind genauso wichtig. Mindestens. Da war der Schachzug der Lenkerbecker aus dem Hinspiel, das Doppel Ralf Bongers/Matthias Schemberg an Position eins zu setzen, gegen das Warsteiner Abwehrspieler-Gespann. Die Rechnung war aufgegangen, schreit also nach einer Wiederholung.
Insgesamt, erklärt Lenkerbecks Spieler und sportlicher Leiter Christoph Waschul, dürften den DJK-Leuten die Warsteiner eher liegen als umgekehrt. "Dirk Koss verliert oben eigentlich selten gegen einen Abwehrspieler wie Hovemann. Gang Pan sowieso nicht." Und wenn Pan voll konzentriert gegen Akiode spielt, müsste auch dieser Punkt an Lenkerbeck gehen. Auch wenn der Nigerianer bisher ebenfalls eine starke Bilanz aufweist.
Der Schlüssel wird wohl wieder im mittleren Paarkreuz zu finden sein, das haben Alexander Michailov und Matthias Schemberg im Hinspiel mit 3:1 geholt. Das spricht dafür, dass sie auch im Rückrundenvergleich bessere Karten haben. Außerdem, im unteren Paarkreuz, reibt sich schon Ralf Bongers die Hände: Abwehrspieler kann er super.
Auch wenn Tagesform, vielleicht auch Verletzungssorgen mit entscheiden - solche Vorab-Vergleiche sind im Tischtennis durchaus aussagekräftig. "Schließlich kann man immer die Grundstärken der verschiedenen Spieler vergleichen", sagt Christoph Waschul. Dass das Endergebnis bis zum Ende der Begegnung offenbleibt, das wissen die Lenkerbecker aber auch.
17.01.2006 Von Stephan Falk
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