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Zitat von long-pips
In einigen Punkten, geb dir recht!
Das ein ADS#ler Lern.- u. , Trainingsgruppen "lahmlegen kann, stimmt.
Die frage die sich dabei stellt, liegt es am ads'ler oder an den jenigen die die Gruppe leiten und mit einem ADS'ler nicht "umgehen" können.
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Selbst wenn Lehrer Erfahrungen auf diesem Gebiet haben, so können sie trotzdem so gut wie niemals mit dem ADS´ler in der Klasse "umgehen". Der Grund ist ganz einfach: Der Zeitfaktor. Bei den aktuellen Klassenstärken ist das vollkommen ausgeschlossen. Sogar "normale" Kinder kommen hier schon so gut wie immer zu kurz. 30 Kinder, 45 Minuten -> 1,5 Minuten (90 Sekunden!)persönlicher Kontakt für jedes Kind und dann ist noch nichts Unterrichtsspezifisches erfolgt und die Stunde ist um, um es mal drastisch auszudrücken. Das kann nicht funktionieren. Der Lehrer ist jedem Kind verpflichtet.
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Zitat von long-pips
Ich hab es als selbstverständlich angesehen, das zu der Medikamentösenbehandlung auch eine sogenannte Verhaltenstherapie gehört.
Allerdings funktioniert das in den meißten Fällen eben nur wenn der ADS'ler Medis bekommt. Er ist sonst nämlich garnicht in der Lage die inhalte der Verhaltenstherapie umzusetzen.
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So ist es.
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Zitat von long-pips
Die Medikamte stellen einen ADS'ler nicht ruhig, sondern sorgen daführ, dass sie dazu in der lage sind die einströmenden reize besser zu verarbeiten.
Wenn du deine Umweld 2X so heftig wie ein anderer wahrnimmst und alles als gleich wichtig einstufst, würdest du wohl auch am "Rad drehen"  .
Einfacher ausgedrückt, das Feuerwerk das im Kopf stattfindet, wird aufgelöst. Dies hat nichts mit "ruhigstellen" zu tun.
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Nun, ich habe den Terminus "stilllegen" verwendet, nicht ruhigstellen. Zudem habe ich es in Anführungsstriche gesetzt und auch nur in dem entsprecheneden Kontext verwendet, dass das oft die pauschale Bewertung der medikamentösen Behandlung dieser Kinder ist, von Leuten, die sich damit nicht gut auskennen. Also bitte nicht aus dem Zusammenhang gerissen missverstehen.
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Zitat von long-pips
Kein quallifizierter Arzt, würde ein kind was in keine gruppe von verhaltensauffälligkeiten passt als ADS'ler einstufen und mit Methylphenidat oder anderen Psychofarmake behandeln.
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Ich danke Dir für Deine ausführliche Erklärung des Diagnosewegs. Auch das bezog sich auf die pauschale Sicht derer, die die Diagnose von AD(H)S ablehnen oder gar die ganze Symptomatik für Nichtexistent erklären. Mag sein, dass das in diesem Thread unnötig war, aber diese Leute gibt es zuhauf.
Sollte ja auch nur als kleiner Beitrag von mir (als Laien) zum Verständnis beitragen.