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Es gibt ja ein solches System bereits auch im Tischtennis: die 1. Bundesliga Herren ist eine Lizenzliga.
Das Problem sind die Kosten, die ein solches Verfahren mit sich bringt. Die Bestellung eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers, die Bezahlung eines Ligasekretärs und der Aufwand, einen Ligaausschuß zu besetzen bzw. zu führen (hier ist primär der Arbeitsaufwand gemeint), sind beträchtlich.
Ganz sicher ist dieses System sinnvoll und auch für die 1. Bundesliga Damen wünschenswert. Da hier die Etats der Vereine aber so deutlich geringer sind als in der 1. Liga Herren, dürfte die Finanzierung derzeit ein unüberwindbares Hindernis darstellen.
Gleichwohl wäre es m. E. zu begrüßen, wenn eine Mißwirtschaft, wie sie offensichtlich in Burgwedel betrieben wurde, verhindert würde und illegalen Praktiken endlich ein Riegel vorgeschoben würde. Denn solange Vereine immer noch (illegal) Profi-Spielerinnen beschäftigen können, ohne Krankenversicherung bzw. Sozialabgaben zu zahlen (weil keine Verbandsinstanz dies kontrolliert), werden die Klubs, die gesetzestreu agieren, unfair benachteiligt. Bei diesen Klubs reicht dann eben der Etat nicht aus, um entsprechend aufzurüsten.
Rahul
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