Zur Technik vielleicht noch, dass man beim Rückhandblock ruhig viel Handgelenk einsetzen kann, bei der Vorhand sollte man darauf achten, mehr mit Arm und steifen Handgelenk zu blocken. Das ist zum einen leichter und außerdem hat man dann gleich die richtige Technik für nen Schuss, wenn der Ball mal zu passiv kommt.
Zum Thema "Block" fällt mir gerade zufällig eine Analogie aus dem Basketball ein; und zwar habe ich mal gehört, dass in den NBA-Playoffs wenn es eng wird meistens nicht die Teams mit den besseren Distanzschützen gewinnen, sondern diejenigen, die mehr auf Korbleger/Dunks gehen. Aufs Tischtennis übertragen sind die Distanzschützen die Blockspieler und die Topspinspieler die Spieler, die das Spiel an den Brettern suchen. Das darf man jetzt nicht unter dem räumlichen Aspekt betrachten ( dann macht es ja keinen Sinn

), sondern die Kernaussage ist eher, das der Block ein sehr sehr schwieriger Schlag ist.
Man muss psychisch in einer guten Verfassung sein und darf nicht die geringste Forum von einem "Eisen" haben, sonst kann man sich auf seinen Block nichtmehr verlassen. Um bei der Analogie zu bleiben, ein Basketballteam mit guten Distanuschützen kann sehr hoch gewinnen und das gegnersiche Team sehr alt aussehen lassen, aber es kann auch sein, dass unter Druck der Ball einfach nicht reingehen will. Da ist dann das Team, das das körperlich betonte Spiel mit dem sicheren Abschluss am Brett klar im Vorteil. Das sind halt im Tischtennis die Topspinspieler, die einen sicheren ersten Ball haben und auch unter Druck xmal nachziehen können.
Generell ist Block nicht gleich Block. Ein guter und gefährlicher Blockspieler zeichnet sich wie in anderen Beiträgen schon erwähnt durch hohe Sicherheit, viel Ballgefühl, eine sehr gute Antizipation und auch durch eine gute Beinarbeit aus. Denn Blocken ist eben nicht nur "einfach-den-Schläger-hinhalten-wenn-der-Gegner-zieht" wie beim Einspielen, sondern zeichnet sich meiner Meinung nach durch bewegungsintensives Spiel am Tisch aus. Ziel eines guten Blockspielers ist es ja nicht, nur den Ball im Spiel zu halten, sondern er muss ja auch aktiv gegen den Ball gehen, um den nötigen Druck zu erzeugen um Punkten zu können.
Und das ist wirklich nicht einfach. Schaut man sich in der Weltspitze um, findet man ja garkeine reinen Blockspieler. Da hat der Block ja eher den Status eines "Notschlags" oder einer taktischen Variante. Zum Beispiel Herr Kreanga setzt den Block auch gerne mal ein, um seinen Gegner zu überraschen, wenn der Ball viel früher zurückkommt als normal. Vladimir Samsonov spielt ja noch mehr Konter/Block als die meisten, jedoch zieht er sich ja bei längeren Ballwechseln und hohem Tempo auch eher in die Halbdistanz zurück und gibt den Ball mit der Rückhand. Ich finde bei Waldner sieht man ziemlich stark, dass die Einführung des großen Balles den Block- und Konterspielern keinen Gefallen getan hat; klar ist er nichtmehr so schnell wie früher, aber er kann auch nichtmehr soviel Druck mit der Rückhand ausüben wie früher, es ist einfach ziemlich schwer geworden, den Ball zu töten.
Hmm ich muss an dieser Stelle erstmal ne Pause machen, aber mir fällt noch so einiges zum Block ein, der mir ziemlich am Herzen liegt, wie man vielleicht gemerkt hat

ich melde mich in den nächsten Tagen an dieser Stelle nochmal.
MfG Malte