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Alt 25.01.2002, 12:35
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Zitat:
Original geschrieben von Jaskula
@Fozzi

1. Kenntnis der grundlegenden Regeln ermöglicht erst den Einstieg in eine Sportart als Aktiver. Wenn man die Regeln kennt, dann traut man sich eher mal dorthin und schaut auch eher mal zu. Wenn ich nicht verstehe, was da abgeht, dann interessiert mich das Ganze nicht.

zu 1. Das ist richtig. Allerdings gehört die Zählweise nicht zu den grundlegenden Regeln. Wer die grundlegenden Regeln des Tischtennis kennt, kann dem Tischtennis folgen, egal ob bis 11, 15 oder 21.

2. Auch wenn Badminton zwischendurch recht beliebt war, dann reichen die Zahlen der Aktiven wie auch der Freizeitspieler bei weitem nicht an TT heran.

zu 2. Stimmt. Allerdings hat die Beliebtheit auch dort nix mit der Zählweise zu tun. Denn während der Sport für Aktive nach wie vor beliebt ist, ist die Medienpräsenz nahe null! Abgesehen davon ist Badminton als Leistungssport im Vergleich zu Tischtennis auch vergleichsweise jung.

3. Die Kenntnis der Sudden-Death-Regel ist wohl kaum mit der Kenntnis der Satzlänge vergleichbar. Hier müsstest Du nach der Zeitspiel-Regel oder der Wechselfrequenz beim Aufschlag (jetzt immer 2 statt 5) fragen. Das ist dem gemeinen Freizeitspieler wohl nicht so wichtig.

zu 3. Stimmt. Ich wollte ja auch nur aufzeigen, dass ich an einem Fußballpokalspiel Spaß haben kann, ohne genau zu wissen, wie's nach 90 Minuten weitergeht.

4. Ich denke es ist enorm wichtig für jede Sportart, daß möglichst viele Ziel und Dauer des Spiels kennen. Sonst findet man weder Aktive noch Zuschauer dafür.

zu 4. Ich halte die Tischtennisregeln im Vergleich zu anderen Sportarten wie Tennis, Badminton, Fußball, Handball usw. für relativ einfach. Ich glaube kaum, das eine Zählweise bis 11 für den Zuschauer komplizierter sein kann als zB die Zählweise im Tennis.

5. Marketing funktioniert in erster Linie über den Wiedererkennungswert eines Produkts. Dieser wird durch ständige grundlegende Modifikationen nicht gerade gefördert.

zu 5. Das ist 100% richtig. Allerdings glaube ich kaum, das der Zuschauer den 38 vom 40 mm Ball unterscheiden kann. Ich glaube auch nicht, das er eine Veränderung des Spiels an sich durch die Sätze erkennen kann. Ich glaube aber aus meiner Erfahrung als Zuschauer durchaus, das Tischtennis durch die kurzen Sätze kurzweiliger wurde.

Vermarktung hängt im Sport oftmals direkt mit Typen zusammen, die sich entweder durch ihre Art oder ihre Erfolge von den anderen Abheben. Das Timo Boll (oder ein anderer) also demnächst mit Milkakappe oder Nutella-Werbung rumrennen wird, darf wohl bezweifelt werden.
Der Wiedererkennungswert von Tischtennishat sich nach meiner Ansicht und Erfahrung kaum geändert. Trotzdem kennen viele Tiger Woods und kaum einer J.-O. Waldner. Das wird sich auch ohne deutsche Einzell-Erfolge kaum ändern lassen.

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