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AW: Hauptabteilung Fußball
Auch ich spiele in einem Großverein, in dem sich die Kicker für die Helden halten.
Glücklicherweise haben wir Zelluloidartisten einen prima Draht zu den Volleyballern - die spielen Oberliga, wir auf Bezirksebene.
Wenn im Vorstand der Fußballabteilungsleiter kurzzeitige "Größenwahnanfälle" kriegt, so in der Art "Die erste Herrenmannschaft ist das Aushängeschild des Vereins" - wird von den Hallensportlern dezent darauf hingewiesen, dass sich die Heldentaten der Kicker in der Kreisliga ereignen. Das beruhigt dann ungemein.
Spass beiseite: Wichtig ist, dass die "Randsportarten" - das sind heute außer Fußball, Formel1 und Boxen alle !- ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Über gute Leistungen muss auch gesprochen werden. Die Denke ist da nicht spontan zu ändern, aber steter Tropfen höhlt den Stein.
Eine Chance bietet m.E. dabei die Vorstandsarbeit. In fast allen Vereinen werden Leute gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren. Werden da Jobs von TT-Spielern übernommen, verlieren die Kicker einen Lobbyisten und TT ist bei Vorstandssitzungen mit einer weiteren Person vertreten. Aber sowas erfordert natürlich etwas mehr Engagement als gelegentliche Trainingsbeteiligung. Aber von nix kommt nix.
Die Sache mit der Quersubventionierung ist übrigens in allen Mehrspartenvereinen Standard. Ob ein "Outsourcing" über die Gründung eines eigenen Vereins der Königsweg ist bezweifele ich. Heraus kommt dann meist ein Club mit weniger als 100 Mitgliedern. So ein Vereinen Verein dürfte es schwer haben. Zum einen wird so einem Kleinverein die Lobby fehlen, wenn es um die Vergabe von Hallenzeiten geht- da wiegt ein Großverein mit mehr als 1000 Mitgliedern dann schon schwerer. Und die Chance, eigene Quersubventionen zu empfangen fehlt.
Gerade im finanziellen Bereich wird es ein Kleinverein viel schwerer haben.
Geändert von raos (08.02.2006 um 11:15 Uhr)
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