AW: Logik- und sonstige Fehler in Filmen
Zitat:
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Zitat von Haudruff
Bitte erklärt mir doch mal die Matrix-Trilogie 
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 Ja, kann ich!
Wenn du im Netz (z.B. Wikipedia) suchst, findest du eigentlich recht viele Erklärungsversuche! Ich hatte das mal auf die für mich verständlichste Art und Weise zusammengefasst! Hier eine Kopie:
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Erklärungen zur MATRIX - Trilogie
Morpheus, Trinity & Co...
...sind Menschen, die in der realen Welt leben, also nicht mehr mit der Matrix (Scheinwelt) verbunden sind. Diejenigen ohne Anschlüsse am Körper wurden in Zion geboren, leben schon immer in der realen Welt und haben nicht die Möglichkeit, mit der Matrix verbunden zu werden. Diejenigen mit Anschlüssen sind auf den „Feldern“ geboren und erst später aus ihrer „Kapsel“ befreit wurden. Durch die Anschlüsse ist es ihnen möglich, sich in die Matrix einzuklinken. In jedem dieser Menschen läuft ein Programm ab, welches ihren Gehirnen vermittelt, wer sie in der Matrix sind und was sie gerade sehen, hören, fühlen, riechen oder schmecken.
Neo...
...ist ein Mensch, in dem ein besonderes Programm abläuft. Dieses verleiht Neo die Fähigkeit, sich in der Matrix außerhalb aller physikalischen Gesetze zu bewegen bzw. Dinge in der Matrix zu verändern. Er ist der Auserwählte. Je mehr er dies begreift, desto mächtiger wird er. [siehe auch Seite 2]
Die Agenten...
...sind Programme, die den Fortbestand der Maschinen sichern sollen. Sie existieren nur in der Matrix und bekämpfen dort die „freien“ Menschen, die sich wieder eingeklinkt haben, um weitere zu retten.
Smith...
...ist ein besonderes Agenten-Programm; ein mutiertes; ein Virus! Dieser hat die Fähigkeit, sich selbst umzuschreiben und damit eigenständig zu handeln. Er ist in „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ nicht mehr mit der Matrix verbunden und kann somit nicht vom Zentralcomputer gesteuert werden. Ein Neustart der Matrix würde ihn deshalb nicht zerstören.
Der Trainman...
...transferiert Daten zwischen der Matrix und der Maschinenwelt, vergleichbar mit einem Bus-System, welches im PC Daten zwischen den einzelnen Peripheriegeräten übermittelt. Man könnte sich den Bahnhof damit als Mainboard vorstellen (hat durchaus Ähnlichkeit mit einem Verkehrsnetz). Neo findet sich im Koma auf dem Bahnhof wieder. Das macht Sinn, denn er ist auch nur ein Programm; und als er im Koma liegt, ist das Programm nicht fähig, seine eigentlichen Funktionen auszuüben. Es kann nicht auf die Matrix oder die reale Welt zugreifen und wandelt dazwischen (Bahnhof).
Der Merowinger...
...ist ein Händler, was in „Matrix Reloaded“ auch genau so formuliert wurde. Er sendet und empfängt Daten (Bahnhof als Abstellplatz für Programme). Der Merowinger ist also ein Schnittstellenprogramm, seine Forderung nach Gegenleistung bedeutet, dass seine Kapazität nicht unendlich ist.
Der Schlüsselmacher...
...ist ein Decodierungsprogramm. Neo braucht ihn, um den Weg zur Quelle (Architekt) zu finden.
Das Orakel...
...ist zunächst mal kein Orakel im herkömmlichen Sinne! Deshalb sagt der Architekt auch so verwundert „Bitte!?!“ zu Neo, als dieser das Orakel als solches bezeichnet; denn er weiß, dass es nur ein Steuerungsprogramm ist. Das heißt, es kann nicht die Zukunft vorhersehen; sondern nur berechnen, was passieren könnte. Entsprechend dieser Berechnungen versucht es, den anderen Programmen (inkl. Neo und Smith) den Weg zu weisen. Das Orakel arbeitet für die Maschinen, allerdings mit dem Ziel, Frieden zwischen Menschen und Maschinen zu schaffen.
Der Architekt...
...ist ein weiteres Steuerungsprogramm, das Neo den Weg weist. Auch er arbeitet eigentlich für die Maschinenwelt. Damit aber auch indirekt für die Menschen, da die Maschinen die Menschen brauchen um existieren zu können. Da Smith die gesamte Matrix übernehmen will, arbeitet der Architekt derselben am Ende für niemanden mehr, sondern nur noch gegen Smith.
Wieso konnte Neo die Wächter in der realen Welt aufhalten,
aber nicht Trinitys Leben retten, als sie in der realen Welt starb?
Neo ist ein Programm und wie alle anderen kommuniziert auch dieses Programm über gewisse Wege mit anderen Programmen. Wie bereits erwähnt ist Neo ein besonders gutes Programm. Gut genug, um sich ohne die Anschlüsse in die Matrix einzuklinken.
Seine „wireless“-Verbindung zur Matrix besteht ununterbrochen. Die Matrix ist wiederum mit dem Zentralcomputer der Maschinenstadt verbunden. Und diese kommuniziert wiederum „wireless“ mit den Squiddies. Damit ist eine Verbindung von Neo zu den Squiddies gegeben. Da Neo ein superintelligentes Programm ist, kann er über diesen Umweg schließlich Verbindung zu den Squiddies aufnehmen und diese stoppen.
D.h. Neo kann am Ende alles beeinflussen, was über die Matrix mit ihm verbunden ist. Er kann aber in der realen Welt z.B. nicht fliegen oder Kugeln aufhalten, denn die Physik der realen Welt kann er nicht außer Kraft setzen; er ist ja auch nur ein Mensch! Auch im Kampf gegen Bane (=Smith) hat er so seine Probleme, denn seine Kraft hat in der realen Welt Grenzen. Dafür kann er Smith in Bane erkennen, da dieser mit der Matrix verbunden ist und somit in Neos Wahrnehmungsbereich liegt.
In der Matrix konnte Neo eine Kugel aus Trinity holen und ihr Herz reaktivieren. Klar, denn dort kann er so ziemlich alles! Da Neo in „Matrix Revolutions“ blind ist, kann er in der realen Welt nur Dinge wahrnehmen, die etwas mit der Matrix bzw. dem Zentralcomputer zu tun haben. Er kann sich mit Trinity unterhalten, als sie Richtung Maschinenstadt fliegen (denn taub ist er nicht!), aber er merkt nicht, dass sie durchbohrt wurde und stirbt. Da es real war, hätte er auch nicht helfen können.
Was verbindet Neo und Smith?
Wie konnte Smith am Ende besiegt werden?
Das Orakel sagte, Smith sei das Gegenstück zu Neo, sozusagen sein Ebenbild. Sie sind im Grunde ein Programm und können nicht ohne ihr jeweiliges Ebenbild (Ergänzungsprogramm) existieren.
Genau diese Tatsache erkennt lange Zeit keiner von beiden. Deshalb enden auch alle Kämpfe der beiden stets unentschieden; Neo kann Smith nie besiegen (z.B. am Ende von „Matrix“); und auch ganz viele Smiths können Neo in „Matrix Reloaded“ nicht besiegen.
Das Steuerungsprogramm Orakel sorgt dann dafür, dass sich das ändert. Sie lässt sich von Smith übernehmen, der davon überzeugt ist, dass er dadurch die Fähigkeit „erbt“, in die Zukunft sehen zu können. Deshalb lässt Smith bei der Übernahme des Orakel zu, dass einige Programmteile von ihr erhalten bleiben. Da das Orakel weiß, dass Smith so (naiv) denkt, übermittelt sie ihm während der Übernahme die Vision (Smith steht neben dem liegenden Neo in der Grube und hat scheinbar gewonnen). Außerdem nimmt sie ein kleines Unterprogramm mit, dass Smith am Ende den entscheidenden Satz aussprechen lässt.
Als Neo und Smith am Ende der Trilogie in der Grube stehen, kämpf Neo gegen das von Smith übernommene Orakel. Dieser Smith denkt, er müsse nur noch einen Satz sagen, um zu gewinnen, denn er hatte diese Situation schon in der Vision gesehen. Er sagt den vom Orakel vorgegebenen Satz: „Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende, Neo“.
Da er nicht „Mr. Anderson“ sagt, sondern „Neo“, weiß Neo, wer da vor ihm steht. Deshalb leistet er keinen weiteren Widerstand. Siegessicher überschreibt Smith das Programm Neo mit seinem eigenen. Damit hat der Zentralrechner der Maschinen (mit dem Neo noch verbunden ist) die Möglichkeit, das Programm Smith zu löschen, denn nun ist er auch mit ihn verbunden.
Neo opfert sich zum Wohle der Menschheit, da es keinen anderen Weg gibt, die Bedrohung Smith zu beseitigen. Genau darauf baut auch der Architekt, als er Neo vor die Wahl stellt, entweder die Matrix neu zu starten, oder in die aktuelle Version zurückzukehren. Die fünf Vorgänger von Neo wählten alle den Neustart, da es die (für sie) sichere Variante ist.
Neo entscheidet sich aufgrund der Liebe zu Trinity anders. Obwohl der Architekt sagt, er könne sie nicht mehr retten, kehrt Neo zurück und versucht es. Als Trinity dann tot ist und Neo erkennt, dass sein Opfer die Menschheit retten würde, ist er auch dazu bereit.
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