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AW: Abwehr fuer jugendliche Anfaenger -- Welche Langnoppe?
Den VH-Topspin als wichtigsten Schlag zu bezeichnen ist vielleicht auch etwas missverständlich. Aber der VH-Topspin sollte der bevorzugte Schlag eines modernen Abwehrers sein. Es sollte versucht werden möglichst selber aktiv zu spielen und das Spiel mit dem eigenen VH-Topspin zu prägen, so dass der gegnerische Angreifer erstmal dafür arbeiten muss den Abwehrer in die Defensive zu bekommen. Es ist wesentlich leichter gegen einen Abwehrer zu spielen der einem nichts böses tut und nur alles zurückfischt als gegen einen Abwehrer bei dem man sich erstmal darauf konzentrieren muss, dass dieser nicht selber derjenige ist der den (wichtigen) ersten Angriffsball spielt. Dann wird man als Angreifer dazu gezwungen/verleitet riskanter zu spielen, was dem Abwehrer mehr leichte Punkte beschert. Das ist aber alles nur möglich, wenn der VH-Topspin auch eine Waffe ist und nicht einfach ein ungefährlicher Ball, der nur für einen Rhytmuswechsel gut ist. Der Gegner muss Angst vor dem Topspin des Abwehrers haben, dann ist der Abwehrer wirklich gefährlich und deshalb würde ich den VH-Topspin als wichtigsten Schlag/Element eines modernen Abwehrers bezeichnen. Natürlich sollte auch die Schnittabwehr und das eigene Material beherrscht werden, ansonsten wäre es wohl sinnvoller Angriffsspieler zu werden, aber wenn man einen jungen Spieler zum Abwehrer umschult sollte man trotzdem(oder gerade deswegen) den VH-Topspin verbessern.
Es ist zwar auch möglich ohne Angriff wirklich gut zu sein(z.B. Chetinin), aber vielversprechender ist doch das "moderne" Abwehrspiel(z.B. Joo See Hyuk, Chen Weixing).
zum drehen:
das finde ich nicht so extrem wichtig. Es kann bei der Aufschlagannahme sicherlich ganz nützlich sein, da die Flexibilität mit einem NI-Belag größer ist als mit LN-Belägen und damit der Rückschlag nicht so berechenbar ist. Aber im freien Spiel ist das Drehen, besonders wenn man eine gute VH hat, doch meist eher hinderlich, auch wenn es sicherlich sehr gut wäre, wenn man auch mal überraschend mit der RH eröffnen kann. Wenn man hinten in der Defensive steht lassen sich gute Gegner sicherlich nicht mehr zu leichten Fehlern verleiten und es stellt sich dann die Frage, ob sich der Trainingsaufwand, der nötig ist um die nötige Sicherheit bei Drehen und beim Spiel mit verschiedenen Materialien auf beiden Seiten zu bekommen, dafür lohnenswert ist. Ich würde her sagen: Nein!
Geändert von Majestät (24.02.2006 um 13:57 Uhr)
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