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Alt 26.02.2006, 17:44
long-pips long-pips ist offline
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long-pips ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Wie viel Spaß im Anfängertraining ist sinnvoll???

Zitat:
Zitat von Benjy
1. 20-25
2. Einer definitiv, beim Rest kann ichs nicht so beurteilen (kam aber schon öfters vor!)
3. max. 5 die wirklich wollen, dann nochmal ca. 5 die je nach Laune mitziehen!

Ein Trainer ist fest da, 2 weitere Nachwuchstrainer (haben grade ihre C-Lizenz gemacht) sind auch noch da und ich ab und an! Aber wenn ich da bin, dann schnappe ich mir normal eine der Bayernliga-Mädelz und spiele mit der Übungen, da ich selbst gutes Training brauche und das dennen auch viel bringt!
Die TE dauert von 18:00 - 20:00 Uhr! Wobei effektiv bis 18:30 erstmal nix passiert, bis die Trainer die ganzen Tische aufgebaut haben.... (schlimm genug aus meiner Sicht!)

Wie schon gesagt, man könnte da ein Leistungstraining aufbauen, aber ich weiß nicht wie lange ich noch vor Ort sein werde und mir ist da jetzt der Aufwand erstmal zu hoch!

Aber ich würde dennoch gerne mal hören, was du so vorschlägst.....

Gruß,
Benjy
Na dann leg ich mal los

Wenn ich jetzt richtig nachgerechnet habe, habt ihr max. 10 Leute die wirklich was tun wollen!
Der Rest sind Anfänger und oder Fun-Spieler. Sehe ich das so richtig?
Insgesamt seit ihr 3 Trainer.

Zuerst, würde ich dafür sorgen, dass die Tische von den Spielern aufgebaut werden.
Soll heißen sie haben um 18:00 fertig umgezogen in der Halle zu sein um die Tische
aufzubauen. Oder könnt ihr nicht eher in die Halle um euch umzuziehen?
Also meine Jungs brauchen für 5-8 Tische und Umrandungen ( Boxen ) max. 10 - 15 min. .

Danach würde ich die Truppe aufteilen :
1. Gruppe Fun-Spieler u. Anfänger
2. Fortgeschrittene
3. Leistungsorientiertes Training

Einer nimmt sich die Fun.- u. nicht wollen Spieler . Damit meine ich auch das er separat das Aufwärmtraining macht. Grob umrissen viele Spiele im Kordinaktivenbereich (Bälle, Ringe, Langbank etc. als Mannschaftsspiele und für die Einzelkämpfer). Danach würde ich Leichtes Training, also kaum Übungen spielen lassen. Um den "unwilligen" den Anreiz zu geben mehr tun zu wollen würde ich "nebenbei" in dieser Gruppe Balleimer Training machen um sie dennoch zu fördern für die die wollen ). Zum Abschluss, Wettkampfspiele. Als Techniküberprüfung vom Balleimer. Soll heißen der Wettkampf ist an den Übungen des Balleimers angelehnt.
Damit erreicht man evt., dass die "Balleimer-Leute" ihre Verbesserung sehen und die, die nur Fun gespielt haben merken dass das Training etwas bringen muss, da sie wahrscheinlich verlieren werden. Entweder hören sie im laufe der Zeit auf nur ihre Zeit tot zu schlagen und beginnen ernsthaftes Training, oder sie verlassen euch. So oder so, ist das "Ziel erreicht" . Ob ihr das Risiko, einige zu verlieren, eingehen wollt ist natürlich euch überlassen.
Zu mindest hat es bei mir so funktioniert.
Ich muss dazu sagen, angefangen hab ich mit 6-8 Leuten. Jetzt sind wir zwischen 8 und 14.

Der, der die Fortgeschrittenen betreut, hat es besonders schwer. Er muss ganz individuell entscheiden, wie er mit jedem einzelnen Trainiert. Nicht gleich "schlagen", in der anderen Gruppe ist es auch so, nur mit dem Unterschied, hier würde ich mir die Mühe machen, für jeden eine "Trainingsmappe" anzulegen. Zu jedem Training erhalten die Spieler ein Arbeitsblatt mit dem Ablauf ihres "persönlichen" Trainings. Soll heißen Übungen am Tisch sind aufgeschrieben und zum besseren Verständnis aufgezeichnet. Damit erreiche ich, dass sie merken wie furchtbar wichtig sie sind und was Ihr als Trainer für "arbeit" in die Planung der TE steckt. Außerdem werden bezüglich der Übungen immer selbstständiger. Was für euch bedeutet, Ihr habt mehr Zeit für die Fehlerkorrektur am Tisch und Balleimer.
Dies kommt dann auch beim Leistungstraining zum Tragen.
Schwerpunkt der TE: Technik, Beinarbeit, Koordination und Kondition. Ups die Taktik hab ich veressen.

Damit währen wir bei der Leistungsorientierten Gruppe. Hier haben alle bereits "gelernt", Übungen selbstständig aus zu führen. Hier ist der Trainer ebenfalls sehr gefordert. Er muß dafür sorgen, dass sie nicht ihre Leistungsgrenzen überschreiten aber auch nicht unterfordert sind.
Schwerpunkt : Taktik, Beinarbeit, Verbesserung der Technik und ihre Variationsmöglichkeiten, wissen um die verschiedenen Materialien und wie man gegen sie spielt etc. .

Mehr ging auf die schnelle nicht sorry.
Die Möglichkeit, die Fun-Spieler eher gehen zu lassen, sie fangen 18:00 an und hören 19:00 auf und es bleiben dann nur noch die, die "wollen" ist natürlich auch noch gegeben. Die Anfänger gehen dann um 19:30. Damit hätte ich sogar erreicht, das ihr für die Anfänger nach ca. 1'ner Stunde 2 Trainer habt und nach 1,5 Stunden für die Leistungstruppe 3 Trainer habt. Und dann 2-3 Leute noch mal für eine ½ Stunde intensives Balleimertraining bekommen.

Ich würde die einzelnen Gruppen auch wirklich OPTISCH von einander trennen.
Das Leistungstraining " nach "ganz oben", dann die etwas besseren in die Mitte und die "ich hab keine Lust" nach unten.
Ihr dürft natürlich nicht vergessen, je nach Leistungsstand die Spieler " zu befördern". Frei nach dem Motto:
Du hast dich super entwickelt warst immer im Training. Ab nächstem mal gehst du in die Gruppe 2 oder 3. Umgekehrt, sollte es aber auch Passieren. Also wir haben uns dein Trainingsverhalten jetzt einige Zeit angeschaut und festgestellt, dass du in der "schlechteren" Gruppe im Moment besser aufgehoben bist.

Ups noch was vergessen.
Das führen einer Anwesenheitsliste ist natürlich unerlässlich.
Ab und an Würde ich ein Eltern-Training abhalten, damit die Eltern zum einen eingebunden werden und zum anderen sehen, was ihre Kinder bei euch lernen und wie das Training aussieht. Bei der gelegenheit, könnt ihr auch gleich über "probleme" die ihr habt mit den Eltern reden, sofern sie da sind.

Gruß
Long-Pips
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ich muß nicht besser sein als mein gegner, es reicht wenn ich durch seine fehler gewinne.

Geändert von long-pips (26.02.2006 um 18:18 Uhr)
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