Zitat:
|
Zitat von Bow
Ansonsten schließe ich mich dahingehend an die Meisten hier an, dass im TT vor allem Doping mit "Aufputschmitteln" erfolgreich sein müsste. Die körperliche Leistungsfähigkeit ist gesteigert und dadurch gibt es auch keinen Konzentrationsabfall aufgrund von Erschöpfung. Zudem kann man mit solchen Mitteln die Umwelt auch tw. viel schneller wahrnehmen, so dass man subjektiv und objektiv tatsächlich mehr Zeit zum reagieren hat.
Ebenso mit psychischen "Aufputschern", die evtl. kaum körperlich wirken, sondern z.B. nur zerebral. Auch hier kann eine deutlich schnellere Reizverarbeitung erreicht werden.
|
In dem Zusammenhang fällt mir ein Radio-Feature im Wissenschaftsprogramm des Deutschlandsfunks ein, das ich vor einem Monat während einer Trainingseinheit (am Bügelbrett

) gehört habe. Vollständiges Typoskript der Sendung:
hier.
Ist sicher nicht alles gleichermaßen interessant im Zusammenhang mit unserem Thema, aber bei den geschilderten Effekten moderner Antidepressiva oder Pharmaka zur Behandlung des Parkinson-Syndroms mußte ich vor allem an die ewiglangen Turniertage mit x Runden in mehreren Konkurrenzen bei der Pro Tour oder anderen Großveranstaltungen denken. Wenn man bedenkt, wie nah bei der Leistungsdichte im Spitzen-TT Sieg und Niederlage beeinander liegen und wie wenig den Ausschlag geben kann zwischen dem einen und dem anderen... Ausschließen läßt sich jedenfalls nicht, daß ein TT-Spieler auf ganz ähnliche, wenn auch anders und auf andere Stimulantien gerichtete Gedanken kommt wie z. B. ein Rad-Profi oder ein anderer Ausdauersportler.
Bedeutet das etwas für den Hobby-Bereich? Ich habe keine Ahnung, ehrlich gesagt. Aber: der Profi-Radsport gilt zwar mit seinen mörderischen Belastungen und der aberwitzigen Termindichte der Rennen und Kriterien als extrem "unsauber" und anfällig für Sportbetrug. Unter Insidern kursiert jedoch als offenes Geheimnis, daß die größte und gefährlichste "Doping-Küche" in der belgischen Szene der "Freizeitsportler mit Ambitionen" betrieben wird.
Gruß,
Rainer