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Alt 03.03.2006, 09:57
henrypijames henrypijames ist offline
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henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)henrypijames ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Wahnsinnige Wechsel-Summen in Superliga (Ma Lin: > 1/2 Mio. Euro)

Wir wollen bitte nochmals von dem "China-Maerchen" herunterkommen. Es gibt keinen Superliga-Club, der finanziell ausgeglichen wirtschaften kann - alle machen Verluste. Sogar fuer TV-Uebertragungen muessen manche Clubs mehr zahlen, als sie dabei an Werbungen einnehmen (nicht unaehnlich zum DTTB und die Leidensgeschichte mit der DSF, nur die Einschaltsquoten sind in China nicht so schlecht wie hier). Insofern koennen Transfersumme dieser Hoehe niemals durch Werbeeinnahme, die in ihrer Hoehe beinah vernachlaessigbar sind, ausgeglichen werden.

Das Jahreseta eines Herren-Clubs in der Superliga liegt bzw. lag bei 200.000 bis 600.000 Euro. Durch das Ueberraschungsergebnis dieser Auktion wird aber das diesjaehrige Eta von Shaanxi Yinhe Guoliang schaetzungsweise auf 1 Mio. Euro steigen. Auch in China fragt sich jeder Fachexperte derzeit, haben sie das Geld wirklich, und wenn ja, woher?

Letztendlich wird mehr oder weniger der Staat bzw. die Steuerzahler die Quittung fuer diese Art Gigantismus, der nach nahezu uebereinstimmiger Meinung der chinesischen Fachexperten krass uebertrieben ist, zahlen muessen, denn sowohl Shaanxi Yinhe (Kaeufer von Ma Lin) als auch Shandong Luneng (Kaeufer von Wang Hao) sind Staatsbetriebe. Privatunternehmen wie Sichuan Shenghe Parmacy haben nie und niemals solches Geld. Daher hatte Sichuan zwar im Vorfeld der Auktion grossmuendig angekuendigt, unbedingt Wang Hao oder Wang Liqin ersteigern zu wollen, aber ihnen ging dann bei 250.000 Euro das Geld aus.

Dass die Auktion gewissermassen "aus dem Ruder gelaufen" war, und vielen Bietern offensichtlich die Sache ueber den Kopf stieg, lag nicht zuletzt daran, dass es die Premiere einer solchen Auktion (zumindest fuer TT, denn im chinesischen Fussball-Liga ist der Praxis beispielsweise schon aelter) war, und man noch keine Erfahrung damit hatte. Man moege es mit der beruehmten UMRS-Lizenzauktion in Deutschland (und in Oesterreich, in der Schweiz usw.) vergleichen, die ja fast alle auf aehnlicher Weise aus dem Ruder lief.

Geändert von henrypijames (03.03.2006 um 10:08 Uhr)
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