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Zitat von martinspin
Ich frage mich bloss, warum so ein Typ wie Qiu Yike nicht einfach ins Ausland spielen geht? Wäre ja nicht der erste Chinese. Warum diese jungen Leute so auf China fixiert sind, verstehe ich nicht wirklich. Klar ist, dass einer der mit dem Nationalteam trainiert, unheimlich profitiert. Andererseits können solche Leute im Ausland auch gutes Geld verdienen. Wenn also Qiu Yike immer wieder Probleme mit der vom Chinesischen Verband verordneten Disziplin hat, soll er doch in einem Land spielen, wo's nicht so streng zu und her geht.
Was meint ihr dazu?
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Was der Heimat fuer einen bedeutet - sowohl emotional, als auch praktisch - das kann man oft gar nicht an einzelne Faktoren zusammenzaehlen.
Qiu Yike ist in seineR Heimatprovinz Sichuan nach wie vor ein Held. Er ist der bekannteste Sportler dieser bevoelkerungsreichen Provinz, deren sportliche Fuehrung ein ums andere Mal fuer ihn die Kastanien aus dem Feuer geholt hat. Er kann sich immer auf sein "Basis" dort verlassen. Da faellt einem mehr als schwer, einfach alles hinzuschmeissen und in ein fremdes Land ein fremdes Leben anzufangen.
Was das Geldverdienen betrifft, hat Qiu bislang keinesfalls zu viel Geld verdient - im Vergleich zu den Moeglichkeiten in Europa. Im kommenden ein Jahr ist damit erst einmal Schluss, aber das kann er auch nicht durch Wechsel ins Ausland ausgleichen. Denn er ist einfach gesperrt - auch fuer einen evtl. Wechsel, der ja die Zustimmung des chinesischen Verbandes bedarf.
Und zuletzt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Dass aus Qiu doch noch was wird, glauben durchaus noch einige - am wichtigsten er selbst, hoffentlich.