Hi Leute,
meiner Meinung nach könnten und sollten wir hier in Europa uns mal eine dicke Scheibe vom Disziplin-Verhalten der Japaner und Chinesen abschneiden.
Dann würden etliche Fairness-Diskussionen gar niocht erst aufkommen (Aufschläge 10 cm hoch, Belagtuning, Noppentuning usw.).
Dirk hat es doch bereits -genau wie Henripijames- beschrieben:
Es geht um -bei uns längst verloren gegangene- Werte wie Ehre, Disziplin, Selbstbeherrschung usw., die dort noch immer (gottseidank) hohe Werte sind.
Leute wie J.Connors, McEnroe usw. sind mir eh immer zu

gewesen.
Beim TT in Europa ist es halt so, dass wir im Amateurbereich Emotionen zeigen (dürfen), dass wir so lange andere (hinterhältig oder offen) austricksen, anmachen usw. dürfen ohne dass dies als schlimme Unart empfunden wird geschweige denn Konsequenzen gezogen werden.
OK, kann ich auch so lange akzeptieren, wie es sich im Amatuerbereich abspielt (Motto: solange wir anschließend noch ein Bier zusammen trinken können ist das alles ok).
Allerdings im internationalen Bereich sollte doch der "Standard" des Gastgeberlandes akzeptiert und nicht aus unserer kleinen beschränkten europäischen Sicht alleine beurteilt werden.
Dass das japanisch-chinesische Verhältnis immer noch "spannungsgeladen" ist, kann doch jeder, der sich ein wenig informiert ohne weiteres bemerken.
Insofern ist die Verhaltensweise des (chinesischen) Spielers dem (japanischen) Publikum gegenüber eine delikate Angelegenheit, die nichts mit "Tischtennis" sondern in allererster Linie mit den Moralbegriffen sowie mit der "speziellen Beziehung" dieser beiden Länder zu tun haben. Und dies in erster Linie ist "dort" das Thema.
"Wir" sollten es doch einfach einmal akzeptieren, dass es auch noch andere als unsere Maßstäbe gibt und die "dort" getroffenen Entscheidungen aus deren Sicht versuchen zu verstehen und nicht aus unserer kleinen beschränkten Sicht versuchen (miss-)zu interpretieren.
Ciao
Norbert