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AW: Chen Qi droht Sperre, WM-Teilnahme fraglich
@henrypijames
das schlechte image chinas, bzw. seiner autoritäten in politik, sport, etc., in der weltöffentlichkeit ist kein produkt westlicher medienpolitik.
hast du bei deinen stellungnahmen zum angesprochenen fall die möglichkeit der freien meinungsäußerung, oder steht bei dir auch jemand vor der tür, der dir bei kritischen äußerungen finger abschlägt?
chen qi hat bei dem angesprochenen turnier gezeigt, dass er ein mensch ist und nicht das gegenteil, ein unmensch. mit deiner information, dass jetzt im hintergrund ein machtkampf der "hintermänner" (was ist das überhaupt? in verbänden oder organisationen, die nach dem rechtsprinzip aufgestellt sind, sollte so etwas überhaupt nicht exisitieren) widerlegst du im übrigen ein anderes statement von dir, nämlich dass es bei tischtennis in china nicht um unterhaltung, sondern den sport an sich ginge. dieser machtkampf, der jetzt entbrannt ist beweist, dass bei der nominierung für die wm die sportliche qualifikation chen qi´s zweitrangig ist. entscheidend ist, wer von der autoritären funktionären nun am mächtigsten und einflußreichsten ist.
der chinesische verband und seine trainer können bei ihren spielern ein höchstmas ein disziplin und ausdruckslosigkeit bei der ausübung des sportes tischtennis erzwingen, aber zu robotern werden sie sie nicht machen können. im übrigen ist weder in china, noch in japan oder sonstwo in asien (trotz deinen aussagen in diesem thread) irgendjemand daran interessiert robotern beim sporttreiben zuzusehen. nicht umsonst ist david beckham in asien ein heros.
viele meiner vorredner haben übrigens bereits stichhaltige und an konkreten beispielen festgemachte argumente vorgelegt, die du bislang völlig ignoriert, bzw. mit unpassenden vorwürfen ("absurde darstellung", "verzerrung der tatsachen") kommentiert hast. in einer sachlichen diskussion bedarf es etwas mehr, um seinen standpunkt aufrecht halten zu können.
offtopic (ich will nur sichergehen, dass wir uns hier vollkommen einig sind):
die trennung von staat und religion (und genauso staat und sport) sind werte, die kultur- und rassenübergreifend auf einen bestimmten zivilisationsstand schließen lassen. und die kritik an nationen, die diese werte nicht verfolgen hat nichts zu tun mit intoleranz, westlicher propaganda, rassismus oder sonstigem unfug. folter, anwendung oder androhung körperlicher gewalt seitens autoritärer personen oder institutionen findet unter barbaren statt. in zivilisierten kulturen wurde die abschaffung solcher methoden vor ca. 2500 Jahren angegangen. ein zeitraum, den u.a. die bauern in china noch vor sich haben.
man kann vieles unterdrücken, nicht aber den menschen an sich. auch das werden chinas machtinhaber irgendwann lernen.
p.s.: noch etwas zur klarstellung: meine kritik richtet sich in keinster weise gegen das chinesische volk, die spieler oder die chinesische kultur. in sehr vielen anderen dingen sollte china vorbild für andere sein. meine kritik richtet sich, falls das nicht deutlich genug rübergekommen ist, ganz gezielt gegen das chinesischen autoritätssystem.
das verhalten vor chen qi war zweifellos falsch, beweist aber nur, dass das chinesische system nicht funktioniert. diese ausbrüche wird es bei menschen immer wieder geben. chen qi sollte in angemessener weise bestraft werden.
auch ich schätze im übrigen deine sachkenntnis und berichterstattung im dts und auch hier im forum. weiter so!
Geändert von Ahdow (06.03.2006 um 21:57 Uhr)
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