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Alt 16.03.2006, 22:00
Metto Metto ist offline
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Metto ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Der neueste Oberligathread Saison 2005/2006

@Peter: Interessantes "Interview" heute in der Oldenburgischen Volkszeitung!

@Felix: Habe es für dich als "Peter-Fan" kopiert...
Langförden -

Als 41-jähriger Routinier hat Peter Igel "schon viele Bälle fliegen sehen". Deshalb blickt der Tischtennis-Abwehrkünstler des Oberligisten BW Langförden dem Titel- Showdown seines Teams (2./30:6 Punkte) bei Tabellenführer TuS Celle (34:6) am Samstag gelassen entgegen. Der Zweitliga-erfahrene "Showman", wie BWL-Betreuer Heini Heitkamp seine in Delmenhorst wohnende Nummer zwei bezeichnet, hat aber noch viel Ehrgeiz und will in seiner zweiten Langfördener Saison die Meisterschaft gewinnen.
OV: Herr Igel, wie schätzen Sie die Chancen in Celle ein?
Igel: Langförden hat seit Jahren gegen Celle nicht gewonnen. Ich sehe uns schon in der Außenseiterrolle. Das ist manchmal aber keine schlechte Position. Die Celler sind unter Zuzwang.
OV: Haben Sie überhaupt mit der Titelchance gerechnet?
Igel: Nein, davon konnte man nach dem Ende der Hinrunde nicht ausgehen. Und dann haben wir auch das erste Rückrundenspiel verloren. Aber das haben wir mit einer Serie wettgemacht. Nun bin ich der Meinung, dass wir uns oben halten können.
OV: Langförden spielt seit Jahren oben mit. Wie erklären Sie sich die nochmalige Steigerung?
Igel: Die Klasse ist nicht jedes Jahr gleich stark. Aber es ist eine Tatsache, dass wir besser spielen als in der letzten Saison, obwohl wir alle in einem Alter sind, in dem man sich nicht unbedingt mehr steigert. Es liegt auch am guten Klima in der Mannschaft.
OV: Wie sind Sie mit ihrer persönlichen Saison zufrieden?
Igel: Ich habe eine gute Saison gespielt. Das ist ein Indiz dafür, dass man in meinem Alter nicht schlechter wird. Unter anderem habe ich dem Chinesen Hong Yang von Werder Bremen die einzige Niederlage beigebracht. Da hatte ich einen Glanztag.
OV: Apropos Alter...
Igel: Wichtig ist, dass der Körper mitspielt. Man wird langsamer, was man aber mit Routine und Auge kompensieren kann. In der Oberliga kann ich noch lange spielen, wie lange im oberen Paarkreuz, sei dahingestellt.
OV: Sie gehören zu den wenigen Abwehrspezialisten. Ist Ihre Art zu spielen antiquiert?
Igel: Im Gegenteil. Dadurch, dass man einer der wenigen ist, wird einem mehr Aufmerksamkeit zuteil. Die Ballwechsel sind länger. Das ist spektakulär. Viele Gegner sind das auch nicht gewöhnt. Ehe sie sich darauf eingestellt haben, ist das Spiel verloren.
OV: Heini Heitkamp sagt, dass das Publikum Sie pusht. Brauchen Sie die Unterstützung?
Igel: Ich spiele lieber vor vielen Zuschauern als vor einer Geisterkulisse. Wenn das Publikum mitgeht, macht das Spaß. Dafür macht man es ja auch. Die Unterstützung in Langförden ist top. Schade, dass wir gegen Celle nicht zu Hause spielen.
OV: Wie gefällt es Ihnen bei BW Langförden?
Igel: Es ist ein intakter und gut geführter Verein. Viele Leute engagieren sich, ohne sich selbst profilieren zu wollen. Es gibt ein gutes Vereinsgefüge, auch mannschaftsübergreifend.
OV: Was wünschen Sie sich für den Rest der Spielzeit?
Igel: Wir wollen die Saison gut zu Ende bringen. Wir haben die Chance, als Meister für eine Überraschung zu sorgen. Aber Platz zwei wäre auch ein Erfolg.
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