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Alt 19.03.2006, 18:10
Tony_Iommi Tony_Iommi ist offline
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AW: Tackifire C

Hallo zusammen,

ich habe den Tackifire C leider nur drei-vier mal - bis jetzt - gespielt. Deshalb kann ich hier keinen vernuenftigen Testbericht vorlegen, sondern lediglich ein paar erste Eindruecke schildern. Ausserdem sei vorangestellt, dass ich meine Vergleiche jeweils auf die Unterschiede zum Tackiness C beziehen, welchen ich zuvor nun mittlerweile einige Jahre gespielt hatte.

Den Tackifire C spiele ich in 1.7 mm - ich klebe ihn frisch, 1-2 Schichten.

(1) Geschwindigkeit

Als ich den Tackifire C zum ersten Mal aufgeklebt hatte und einen Ball aus 30-40 Zentimetern auf den Belag fallen lies, wahnte mir Schlimmstes. Der Ball landete praktisch tot auf dem Belag.

Waehrend des Spielens allerdings war der Belag sehr dynamisch. Bei passiven Baellen wie Block und Schupf, wird das Tempo des ankommenden Balles herausgenommen. Bei Topspin und Schuss kommt der eher harte – wenngleich auch elastische – Schwamm zum Tragen. Der Ball bekommt ordentlich Fahrt. Schnelle Topspins sind wesentlich einfacher zu bewerkstelligen als mit dem Tackiness C (gut, der war ja auch nur in 1,5mm gespielt worden, dennoch ist der Tackifire per se sicherlich etwas flotter ausgelegt).

(2) Kontrolle

Das Bewerten der Kontrolle ist immer schwierig, da dieser Parameter natuerlich nicht messbar ist. Deshalb kann ich nur mein subjetktives Spielgefuehl widergeben. Jenes war ganz ausgezeichent – es gab bisher keine Spielsituation, in welcher ich mich ueber mangelnde „Kontrolle“ haette beklagen koennen. Ich hatte bisher immer das Gefuehl, den Belag gut im Griff zu haben.

Allerdings habe ich im letzten Training den Belag nach ca. 1-2 Stunden nochmals frischgeklebt (also zweimal insgesamt innherhalb von 2 Stunden). Der Belag dehnte sich enorm und die „Kontrolle“ litt dann in der Tat. Der „Trampolin-Effekt“ trat zum Vorschein, dass heisst, manchmal wurde der Ball fuer mein Dafuerhalten zu stark vom Belag herauskatapultiert.

(3) Sound

Gut!! – sicherlich weniger ausgepraegt als bei auf das Frischkleben hin entwickelte Belaege, aber immernoch ausreichend. Aus irgendwelchen Gruenden komme ich gerade nicht auf die Butterfly-Website. Ich glaube, dort wird gesagt, der Belag sei nicht zum Frischkleben geeignet. Bloedsinn – spaetestens nachdem ein gewisser Matthias Landfried seinerzeit mal den Verantwortlichen von STIGA erklaert hat, dass man einen Chop & Drive sogar ganz hervorragend frischkleben kann (was ich jederzeit unterschreiben wuerde!!) wissen wir, dass man den Herstellerangaben nur bedingt Glauben schenken darf.

EDIT: Irrtum meinerseits, welchen ich zu entschuldigen bitte. Auf der BTY Homepage (jetzt kann ich die Site wieder aufrufen) wird der Reglue Effekt als HIGH angegeben.
http://www.butterflyonline.com/rubbe...mpg=super_spin

(4) Abwehrgeeignetheit

Grossartig, einfach grossartig. Macht richtig Spass. Hierbei spielt wieder die o. g. „Kontrolle“ eine grosse Rolle. Ich war jederzeit Herr ueber dem Belag und konnte bestimmen, wieviel Schnitt und Tempo der Ball mitbekommen sollte.

(5) Spin

Ich lehne mich jetzt ein bisschen weit aus dem Fenster, aber ich behaupte, der Spin (respektive die Griffigkeit des Belages) ist WESENTLICH hoeher als die des Tackiness C. Das sagen mir zum einen die jeweiligen Spielsituationen in denen ich gezwungen bin, einen nicht optimalen Unterschnitt zu spielen, meine Gegner aber trotzdem sich immer wieder die Baelle auf die eigenen Fuesse ziehen. Darueberhinaus kann man den Ball ohne weiteres mit dem Belag vom Tisch „aufheben“ (Ball klebt am Belag).

Durch meinen neuen Coach (David Zhuang) habe ich meine Vorhandabwehr – Technik etwas modifiziert. Zuvor habe ich den Ball tiefer angenommen und mein Handgelenk und Unterarm zur Schnittentwicklung eingesetzt. Mein Oberkoerper und Huefte blieben aussen vor – dies habe ich nun umgestellt (oder vielmehr bin ich gerade inmitten des Umstellungsprozesses). Ich drehe meine Huefte und und Oberkoerper „in den Ball hinein). Das macht Vieles einfacher – und der Tackifire unterstuetzt mich diesbezueglich hervorragend.

(6) Haltbarkeit

Kann ich nicht beantworten, da ich den Belag nur wenige Male gespielt habe. Fakt aber ist, dass der Tackiness C bereits nach zwei Wochen ganz massiv Abnutzungserscheinungen aufgewiesen hat. Beim Tackifire ist dies bisher nicht der Fall.

(7) Preis-/Leistungsverhältnis

Dieser Punkt steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem vorangegangenen. Deshalb kann ich darueber noch nichts sagen.

(8) Auf welchem Holz gespielt

BTY Matsushita Pro


Fazit: Mag sein, dass ich den Belag in Kuerze zum Teufel jag’ – ich kann es mir aber nicht vorstellen. Ich habe wieder richtig Spass am TT dank des Tackifire und des FL III und werde sicher beide Belaege weiterhin einsetzen. Morgen spiele ich in meinem Club die clubinterne Monday Night League. Das simuliert dann so ein bisschen Wettkampfbedingungen. Dannach stehen die New Jersey Open sowie diverse Round Robins in Brooklyn und Queens an. Mal sehen, ob ich danach immernoch der gleichen Meinung bin.

Beste Gruesse

Tony
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