Liebe Leute,
wir Bayern geben in der Öffentlichkeit wahrlich kein gutes Bild ab, wenn unsere Spitzenvereine, wie in nördlichen Landes- oder Regionalverbänden auch, ihre Aufstiegschancen nicht wahrnehmen.
Klar: Die Luft in den drei oberen Ligen ist rauh und dünn. Dennoch gebietet es mE nach der sportliche Wettbewerb, nach der Meisterschaft auch aufzusteigen - natürlich mit dem Risiko, auch wieder abzusteigen. Aber wo kommen wir Tischtennisspieler hin, wenn wir uns sportlich für eine höhere Liga qualifizieren und dann den Aufstieg nicht wahrnehmen? Warum strengt man sich sonst überhaupt an?
Es gibt manchmal Gründe, die einen Aufstieg schwer machen - ich weiß das aus eigener Erfahrung. Und natürlich ist die Situation bei Erdweg besonders schwierig, weil drei Mann aus der Meistermannschaft aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. Aber hätte Erdweg seinen Aufstieg wahrgenommen, wenn diese drei geblieben wären? Wäre es dann in der Regionalliga nicht (wie für jeden Aufsteiger) genauso schwer geworden, sich zu halten?
Wer mitbekommen hat, dass aus der Regionalliga Nord vor der letzten Saison keiner in die 2. Liga aufsteigen wollte und welche Kopfstände man dann gemacht hat, um die Liga aufzufüllen (oder auch dass kaum einer in die 1. Liga aufsteigen will) weiß, wovon ich rede: Da hat unser Sport (wieder einmal) kein gutes Bild abgegeben.
Ich wünsche uns allen einen Aufsteiger aus der bayerischen Oberliga, einen würdigen bayerischen Vertreter in der Regionalliga Süd. Das war Bad Aibling vor zwei Saisons trotz des Abstiegs und das ist Neustadt in dieser Saison, selbst wenn es noch knapp werden sollte. Auf geht's, Jungs, pack' mer's an!