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Zitat von Rudi Endres
Mit dieser Einstellung können wir jegliche Jugendarbeit und Trainertätigkeit vergessen. Für die derzeitige Generation reichts auch so. Der deutliche Rückgang der Mannschaften ist statistisch belegt.
Wenn ein hoher Anteil der Vereine überhaupt keine Jugendarbeit mehr betreibt, kann man sich auch nicht auf die demographische Entwicklung berufen.
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Jugendarbeit zu betreiben ist aber auch immer schwerer geworden.
Vor 10 Jahren gab es noch viel mehr Menschen die dafür Zeit hatten (da war ich auch dabei), aber heute:
Früher gab es viel mehr Beamte mit fester 40 Stundenwoche. Die waren Montag bis Freitag von 8- 16:30 Uhr im Dienst. Ab 16:31 hatten die Zeit für Jugendarbeit. Und ein Großteil meiner Jugendtrainerkollegen waren Beamte. Heute gibt es weniger Beamte und die haben auch nicht mehr eine so feste Arbeitsszeit (Dienstleistungsabend, Wochenenddienst etc.)
Als "normaler" Arbeitnehmer ist man dem Globalisierungsdruck ausgeliefert. Die Arbeitszeit erhöht sich (auch wenn auf dem Papier eine 36 Stundenwoche steht). Man soll flexibel bis zum geht nicht mehr werden und am Besten immer für die Firma da sein.
Als Selbstständiger einer kleinen Firma heißt das Zauberwort ja mittlerweile Selbstausbeutung.
In unserem Verein gibt es einen, der Jugendarbeit macht. Ich wüsste auch nicht wer sonst dafür Zeit hätte.
Aber noch mal zur Medienpräsenz:
Um ins Fernsehen zu kommen muss man aus Tischtennis ein Ereignis machen.
Das früher langweilige Skispringen oder das noch langweiligere Biathlon sind mittlerweile Quotenbringer, weil es in den Sportarten Leute gab, die wussten wie man den Sport fernsehtauglich macht. Klar auch dort wurden Regeln geändert (Verfolgungsrennen), aber das meiste wurde in der Präsentation geändert.