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AW: Sinn und Unsinn neuer Regeln
44mm-Ball: Ich glaube, das fände ich gar nicht so dramatisch. Die Frage ist, ob dies wirklich ein Schritt Richtung Attraktivität in der Öffentlichkeit und Medienpräsens wäre. Das bezweifel ich nämlich.
Nur noch Rollaufschläge: Wohl eher ein Witz. Noch wesentlich verwegener als nur noch RH-Aufschläge. Ich kann den Sinn und Zweck auch nicht ganz nachvollziehen. Wozu längere Ballwechsel? Im Tennis ist der Aufschlag noch wesentlich gewinnbringender und führt viel öfters zum direkten Punktgewinn.
Technisch anspruchsvolle Aufschläge sind im Tischtennis doch auch interessant!
Bezüglich längerer Ballwechsel: Soll das noch dahin führen, dass sich die Spieler den Ball stundenlang hin- und herschupfen?! Ich denke, der interessierte Zuschauer, ob Laie oder nicht, will dynamisches Offensiv-Tischtennis sehen und kein stundenlanges Ping Pong.
Einheitliche Beläge: Ganz ehrlich, ich spiele gerne und meist erfolgreich gegen LN & Co, daher möchte ich mir lapidare Kommentare alá "Heul-Thread" verbitten, aber ich finde, der Trend zu LN in den unteren Klassen nimmt langsam Überhand.
Da spielen teilweise talentfreie Spezies mit mangelhafter Technik in der 3.KK unten negativ, packen sich irgendso´n Curl- oder Neubauerrotz auf die RH und spielen plötzlich auf Bezirksebene positiv (ich kenne diesbezüglich ein konkretes Beispiel).
Das Spiel selbst ist technikfreies unattraktives Rumgestocher, dass einem beim Zuschauen die Augen schmerzen.
Hier im Forum habe ich den Eindruck, es gibt zwei große Lager: die Materialspieler, die sich über Frischkleber aufregen und die Frischkleber, die über die Noppies stänkern.
Meine Anmerkung: Auch wenn ich frischklebe, die Technik zum Schlag ist dennoch unabdingbar (ganz im Gegensatz zu diesem LN Rumgegurke, zumindest in den unteren Klassen)
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass talentierte Jugendspieler die Lust verlieren, wenn sie ständig gegen technisch weitaus schwächere LN-Spieler verlieren.
Im Spitzentischtennis ist diese Materialgeschichte natürlich kein Problem.
Meist sind diese Spiele Angriffsspieler vs. Materialspieler sogar das Salz in der Suppe.
Aber man sollte auch die Basis betrachten, und dort finde ich diese Entwicklung zum Materialspiel besorgniserregend.
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