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Alt 24.03.2006, 14:57
madmatt madmatt ist offline
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madmatt ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Noppen : Übersicht!

Zitat:
Zitat von AngelBuffy
bin eigentlich ein relativ offensiver spieler also topsin vorhand rüchhand.. da mich meine gegener aber meistens auf der rückhand per schupfen festnageln ...
Wenn du topspin vorhand und rückhand beherrschst (dazu gehört natürlich, auf unterschnitt sicher anziehen zu können), verstehe ich nicht, wie man dich mit schupfen auf der rückhand festnageln kann.

Nochmal verdeutlicht - du schreibst folgend
Zitat:
und ich da nicht endlos lang die bälle sicher zurückbringen kann...
das soll ein eher offensiv ausgerichteter spieler beim schupfen gar nicht. Man kann (und sollte!) auch den schupfball als eine offensivtechnik begreifen, mit dem du den gegner durchaus unter druck setzen kannst. Durch platzierung /rotation kannst du mit einem schupfball den gegner vor eine aufgabe stellen, die dich ins spiel kommen lässt, d.h., die dir als nächsten schlag etwas anders ermöglicht, als bloß zurückzuschupfen.

Szenario:

Du machst einen kurzen aufschlag, der gegner schupft zurück.

Kommt der gegnerische schupfball lang genug in deine rückhand, kannst du doch wunderbar mit deiner ts-rückhand durchziehen und vorbereiten/ evtl. sogar punkten, vh ebenso.

Ist der gegenerische (schupf-)ball eher kurz, musst du (vorerst) nur einen schlag erlernen - einen langen und agressiven schupf dagegen, den du dem gegner entweder a) in die ganz lange seite spielst(i. d. regel vh), dass er zwar anziehen kann, sich aber dafür weit bewegen muss,

d.h.: seine spinantwort ist evtl. nicht so sicher wegen des weiten weges, den er dazu gehen muss - mit einer gewisssen wahrscheinlichkeit sowieso im netz oder am tisch vorbei. Wenn nicht - du hast zeit, dich zum block zu stellen. Er muss sich für seinen spin auf jeden fall weit aus seiner zentralposition weg bewegen, kontrolliert dadurch eine seite des tisches weniger gut, in die du mit dem schnellen block als antwort punkten kannst. Sollte er den block bekommen, seid ihr aber mit sicherheit in einem offenen, durch vorwärtsrotation bestimmten ballwechsel, wo nicht mehr geschupft wird - also dein spiel...

oder den du ihm b) auf den bauch/ellenbogen setzt. Da kommt dann meist auch etwas für dich verwertbares bei heraus, denn: entweder schupft dein gegner wegen des schnitts ins netz, oder stellt dir irgendwas zu hoch ins halbfeld (konnte den schnitt kontrollieren, dein tempo aber nicht rausnehmen), oder, aufgrund des tempos, das du gemacht hast, kommt ein langer schupfball von ihm zur antwort, den du dann auch rh oder vh anziehen kannst, was wieder in offenes spiel mündet.

Natürlich kannst du auf kurze schupfbälle auch aggressiv flippen (lernen), wenn du unbedingt sofort in die totale offensive gehen willst... Solltest du sowieso, sobald du die schupfantwort kannst. Dann hast du eine alternative gegen kurzes schupfspiel, mit der du für den gegner noch schlechter ausrechenbar wirst, und die ihn in eine von vorneherein tischfernere position zwingt. (So ein, zwei erfolgreiche flips vor den bug wirken da wunder!) Das wiederum eröffnet dir die möglichkeit, auch mal ganz kurz hinters netz abzulegen, und den gegner dadurch wieder laufen zu lassen. Und schon bist du ein variabler offensivspieler

Also - wenn du dich als bekennender offensivspieler wirklich auf ein langes schupfduell einlässt, bist du selbst schuld, und eine noppe wird dir aus dem dilemma wenig helfen, denn die schränkt deine offensivmöglichkeiten doch um einiges ein.

gruss
madmatt
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ceci n'est pas une pipe (magritte)
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