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Alt 26.03.2006, 17:54
mithardemb mithardemb ist offline
Schlautuer
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AW: Die Zukunft der Sportart Tischtennis für alle

Zitat:
Zitat von Mark Waldner
Die Zukunft der Sportart Tischtennis wird eben von vielen Faktoren abhängig sein. Entsprechend ist eine Diskussion über all diese Faktoren eben schwierig und komplex. Dass diese Einflüsse zudem nicht strikt abgrenzbar sind, sondern auch voneinander abhängig, macht die Sache noch schwerer.
Das Problem bei einer solchen Breite ist, daß es wenig Diskussion über einzelne konkrete Punkte gibt. Jeder betrachtet den Aspekt der ihm am hähesten ist und wir reden einfach über recht unterschiedliche Dinge.

Zitat:
Zitat von Mark Waldner
Es ist aus meiner Sicht garnicht nötig, die Ursache für die auf das Tischtennis zukommenden Schwierigkeiten beim Tischtennis selbst zu suchen. Wie gesagt, Badminton hat einen größeren "Ball" ist durch die größere Fläche und den langsameren Geschwindigkeiten optisch mediengerechter und sicherlich ähnlich spannend wie Tischtennis.....
Hier geht's jetzt darum, ob wir etwas im Tischtennissport ändern müssen, damit er mehr in den Medien auftaucht. Da gibt es wie du geschrieben hast verschiedenste Vorstellungen von Hobbysportlern, Spitzensportlern, Funktionären und potentiellen Zuschauern. Verständlicherweise beschäftigen sich die Spitzenverbände mehr mit den Belangen des Profisports und die Hobbyspieler mit mit ihren Belangen.


Zitat:
Zitat von Mark Waldner
..... Unseren Funktionären jedoch nicht. Und auch hier stelle ich die Frage: Wer ist wichtiger? Wir, die Tischtennis spielen, oder die, die damit Geld verdienen wollen? Und ich meine damit nicht die Profispieler, die im Laufe ihres Lebens im Schnitt weniger raushaben, als manch ein Mittelstandsbeamter. Nein - ich meine die, die schon jetzt so richtig absahnen und noch immer nicht satt sind.
Mal ganz davon abgesehen, daß die Bezügen eines Mittelstandsbeamten (ich nehme an wir reden jetzt vom mittleren Dienst) nicht besonders hoch sind, frage ich mich, ob du denn die Bezüge der Funktionäre kennst - ich kenne sie nicht und kann ncht beurteilen ob "absahnen" der richtige Begriff ist. Falls diese Menschen einen Vollzeitjob für den Verband ausüben, brauchen sie natürlich auch ein Gehalt vom dem sie leben können. Nehmen wir jetzt mal an, die Spitzenverbände würden sich nicht mehr um die Belange des Profisports kümmern sondern primär um die Breitensportsparte, was würde dann passieren....

Zitat:
Zitat von Mark Waldner
Der andere wichtige Punkt der Zukunft unserer Sportart ist natürlich der Nachwuchs. Meine Meinung dazu ist ähnlich: Es macht keinen Sinn, den Nachwuchs künstlich herbeizaubern zu wollen. Wer nicht willens ist, weitgehend selbständig das Angebot der Sportvereine wahrzunehmen und einfach aus sich heraus mitzumachen, dem ist diese Motivation auch nicht durch ums Maul geschmierten Kunsthonig zu entlocken. Um einen Sport auszuüben, bedarf es an eigenem Willen und nicht an Bereitwilligkeit. Wer mit viel Aufwand nach außen seinen Verein mit einem in dieser Form rekrutierten Nachwuchs bestückt, wird irgendwann verwundert feststellen, dass sich dieser nach und nach in Luft auflöst. Übrig bleiben nur die, die auch gekommen wären, wenn man gleich ganz auf jugendgerechtes Entertainment verzichtet hätte.
Interessanterweise gibt es hier im Forum Vereine oder Bezirke die berichten, daß sie in ihrem Jungendbereich aus allen Nähten platzen und solche die quasi schließen können. Das muß wohl doch was mit funktionierender Jugendarbeit zu tun haben.


Zitat:
Zitat von Mark Waldner
Zuguterletzt bin ich davon überzeugt, dass der Blick der Gesellschaft von all der Technik auf kurz oder lang wieder auf persönliche Stärken zurückfinden wird. Damit wird auch Sport und vor allem die Sportarten, in denen man sich messen kann (also auch Tischtennis) wieder stärker in das Bewußtsein rücken.
Technik und Sport sich keine Gegensätze und persöhnliche Stärke kann man in allen Feldern des Lebens finden oder beweißen. Ich denke es gibt einen Wettbewerb zwischen den Freizeitaktivitäten und den kann man auch verlieren.

Zitat:
Zitat von Mark Waldner
Fazit:

Dem Tischtennis geht es verhältnismäßig gut. Es ist nicht angebracht, in ähnlichen Aktionismus wie unsere Funktionäre zu verfallen und gravierende Änderungen daran vorzunehmen. Der zurückgehende Nachwuchs ist nicht Schuld der Sportart. Auch Kanufahrer und Bogenschützen werden ähnliche Effekte beobachten können und kaum auf die Idee kommen, das Kanu größer oder den Pfeil dicker zu machen.
Schau dir mal Beitrag #15 von Rudi Endress an, der berichtet, daß TT überproportional an Mitgliedern verliert. Damit verliert es im Spitzenbereich an Bedeutung und im Hobbybereich an finanziellen Mitteln. Im Zuge der leeren öffentlichen Kassen kann so was böse folgen haben.


Zitat:
Zitat von Mark Waldner
Wir sollten wachsam sein, wenn uns irgendwo von oben etwas anderes eingeredet wird. Die Motive dieser Leute sind völlig abgehoben und haben mit unserer Motivation beim Tischtennis garnichts mehr überein.
Nun ja, die Regeln der Sportart wird eben vom Spitzenbereich bestimmt. Das ist in allen Sportarten so und auch sonst in fast allen Bereichen der Gesellschaft.
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