Lakmann kann es doch noch
Unspektakulärer Pflichtsieg gegen abstiegsbedrohten TSV Wendlingen
Im letzten Heimspiel der diesjährigen Oberliga-Saison kam der TTC Weinheim zu einem 9:5-Erfolg über den TSV Wendlingen. In einer an Höhepunkten armen Partie konnten sich die knapp 30 Zuschauer lediglich bei den Partien des vorderen Paarkreuzes gegen die beiden kroatischen Spitzenspieler der Württemberger begeistern.
Im Doppel ging man fahrplanmäßig in Führung, Bondarev/Pätzold demontierten Ivanov/Hirsch, Lakmann/Werner nutzten eine 6:1-Führung im vierten Satz gegen Atikovic/Habijanec nicht, Neves/Beranek ließen Wache/Russek ins Leere laufen.
Wendlingens kroatischer Kämpfer Marco Habijanec war gegen Weinheims Russen Andrey Bondarev lediglich bis zum 10:6 im Eingangssatz der Boss in der Box, Robert Lakmann kassierte gegen Rückhandexperte Damir Atikovic trotz starken Spiels und 2:1-Satzführung seine 13. Niederlage in Serie, konnte aber dafür Oberschiri Achim Krebs mit einer Hechtrolle in die Umrandung begeistern.
In der Mitte ging es im ersten Durchgang zügig voran: Youngster Filipe Neves gelang gegen den orthodox spielenden bulgarischen Linkshänder Vassil Ivanov kein Satzerfolg, der badische Ranglistenzweite Daniel Pätzold hatte mit Nachwuchspieler Benjamin Hirsch kein Erbarmen.
Peter Beranek überwand den tapfer kämpfenden Ersatzmann Heiko Russek im Eiltempo, Seniorenchampion Gerd Werner unterlag dem laufstarken Alexander Wache trotz eines 11:0 im dritten Durchgang, da er eine anschließende 7:4-Führung nicht über die Zeit retten konnte.
Auch gegen Atikovic konnte Bondarev seinem Ruf als momentan erfolgreichstem Akteur der Oberliga gerecht werden. Er gab lediglich den dritten Satz trotz hoher Führung ab. Als dann Lakmann gegen Habijanec nach einer ansehnlichen Partie aus einem 9:6 im Entscheidungssatz mal wieder ein 9:10 gemacht hatte, witterte man auf der Weinheimer Bank bereits das Schlimmste. Robert retournierte jedoch extrem kurz und konnte kurz darauf endlich mal wieder jubeln.
Gegen Linkshänder kommt Topspinwunder Pätzold scheinbar nicht wie gewohnt in Fahrt. Bulgare Ivanov war wie in der Vorrunde einfach nicht zu überwinden. Anschließend hatte Wendlingens Youngster Hirsch beim 2:1 und 6:4 gegen Neves seinen ersten Sieg im mittleren Paarkreuz auf dem Schläger, musste nach kurzem Timeout dann aber doch gratulieren.
Im finalen Einzel schob Glücksgöttin Fortuna Sonderschichten, damit Beranek gegen den verzweifelnden Linkshänder Wache den 9:5-Endstand sicherstellen konnte.
Am kommenden Samstag gastiert man zum letzten Rundenspiel beim Tabellennachbarn TTF Rastatt zum bedeutungslosen Match um den vierten Tabellenplatz.