Die Diskussion hier wird ja teilweise duch philosophische und gar psychologische Aspekte angereichert. Daher passt in meinen Augen ein kleiner Exkurs in die Sozialpsychologie:
Thema: Gruppenprozesse und im Speziellen: Einflussnahme von Mehrheiten und Minderheiten in einer Gruppe
Besonderer Fokus soll auf der möglichen Einflussnahme einer Minderheit, in diesem Fall natürlich Tischtennis liegen.
Um nicht zu weit auszuholen: Der erfolgreichen Einflussnahme einer Minderheit liegen zwei grundlegende Eigenschaften zu Grunde.
1) Besagte Minderheit muss konsequent ihrem Stil treu bleiben. D.h. je mehr sie sich an die Mehrheit anpasst oder je öfter sie ihre "Identität" wechselt, desto unglaubwürdiger wird sie, bzw. sie verliert an Einfluss.
2) Sie muss sich klar und deutlich von den Inhalten der Mehrheit oder anderen Gruppen abgrenzen. Nur "ein wenig von der Norm abweichen" ist nicht radikal genug, um als eigenständige Gruppierung wahrgenommen und geachtet zu werden.
Auf Tischtennis bezogen:
Es gibt wohl wirklich KEINEN Tischtennisspieler, der sich (vor allem in jungen Jahren) nicht drüber aufgeregt hat, wenn man als TENNISspieler bezeichnet wurde. Am besten noch von den eigenen Freunden oder Eltern.
Schlimm wird es erst, wenn sich die Nachwuchsspieler von morgen da nicht mehr drüber aufregen, weil es ja fast das Selbe ist.
Und ganz allgemein und persönlich betrachtet:
Ich bin ganz glücklich mit dem Tischtennis so wie es ist. Vor allem sehe ich mich als aktiven Spieler, der sich fast jedes Wochenende mit anderen Verrückten in Turnhallen rumtreibt und einen Höllenspaß dabei hat.
Mein grundsätzliches Sportinteresse ist dermaßen breit gefächert, dass ich damit leben kann, andere Sportarten im TV zu verfolgen, es muss ja nicht grade DTM, Pokern oder Dressurreiten sein....
Und wenn dann doch mal TT im TV kommt, freue ich mich umso mehr.
Fazit: Von mir aus bitte keine Regeländerungen mehr.
Gruß, Psychobüffel