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Zitat von Sriver Killer
Genau in diesen Punkten gebe ich dir recht. Wieso sollen wir dauernd Änderungen hinnehmen, die unseren wie ich finde richtig tollen Sport kaputt machen. Immer wieder versucht man vermeintlich den Sport attraktiver zu machen. Das einzige was mir in den letzten Jahren an den Regeländerungen gefallen oder nicht belastet hat waren die größeren Bälle und die verkürzten Sätze, die ich sogar als besser empfinde.
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Es gibt sich im Tischtennis noch einige Stellen, wo man sinnvolle Regeländerungen anbringen kann. Beispielsweise die Regelung was ein gültiger Aufschlag ist. Allerdings stimme ich zu, daß man keine Regelung
einzig aufgrund einer besseren Darstellung im Fernsehen anbringen sollte. Ich bin der Überzeugung, daß es nicht möglich ist durch diese Regeländerungen die Medienpräsenz überhaupt zu beeinflussen.
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Zitat von Sriver Killer
Aber wieviele Vorteile wurden dem einzelnen genommen, vor allem auf Weltebene? Ein Liu Guoliang beendet seine Karriere da ihm die größeren Bäll, das Spiel bis -11, sowie das Spiel ohne den verdeckten Aufschlag nicht mehr liegen und er so höchstwahrscheinlich nicht mehr in der absoluten Weltklasse gewesen wäre... Wie geht es aber anderen Spielern, die ebenso durch Tischtennis ihren Lebensunterhalt verdienen müssen und auf einmal hochgradig durch diese Regeländerungen beeinflusst wurden, an diese Menschen denkt dabei niemand...
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Es wird sich im Sport nie vermeiden lassen, daß unterschiedliche Spielsysteme, Materialien oder Regeln die personelle Zusammensetzung des Profisports beeinflussen. Man sollte aber auch an die Spieler denken, die bisher (wegen den für sie ungünstigen Randbedingungen) nicht an die Spitze gekommen sind. Ein Liu Guoliang hat auch nicht mehr Anspruch auf seine Erfolge als der Spieler der eben jetzt seinen Platz einnimmt.
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Zitat von Sriver Killer
Es wird nur an den Zuschauer gedacht. Wie ich finde gab es das attraktivste Tischtennis Ende der 80er Jahre bis zum Ende der 90er Jahre, wo ein Jan-Ove Waldner lange Zeit die dominierende Gestalt im Welttischtennis war. Man hatte eine wie ich finde genauso, wenn nicht mehr attraktive Sportart ohne irgendwelche Regeländerungen. Tischtennis ist und bleibt eben eine Sportart für Fachleute, wo sich selbst manche Tischtennisspieler nicht ausrechnen können was für ein Schnitt und Spin in den Bällen der Weltklasse ist und wie kurz die Reaktionszeit wirklich ist.
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Nun ja, ich kann mir auch nicht vorstellen wie schwer es beim Fußball in der Bundesliga ist, einen Ball zu verteidigen. Ich habe keine Ahnung, was es bedeutet einen Tennisaufschlag von Roger Federer zu retournieren und von der Schattenberschanze bin ich auch noch nicht gesprungen. Ich halte das Argument der mangelnden Nachvollziehbarkeit beim TT für ein Ammenmärchen.