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@ Flachschupfer
Die Regel, die in Osaka beschlossen wurde, ist im Rahmen der Jugend-EM getestet worden. Zum Zeitpunkt des Osaka-Beschlusses gab es ja eineinhalb Jahre Vorlauf bis zum 1.9.2002, nur hat man dann - nach der Abstimmung - festgestellt, daß die Formulierung noch verbessert werden sollte. Das ist natürlich nicht überzeugend. Mit ist es aber lieber, daß die Verantwortlichen eine Schwachstelle, die sie (wenn auch zu spät) entdeckt haben, offen ansprechen und auch auszumerzen versuchen, als das Ganze einfach so laufen zu lassen. Ob man deshalb die Einführung der Regel um ein weiteres Jahr verschieben sollte, darüber läßt sich streiten. Es hängt m. E. davon ab, wie weit das, was in Zagreb beschlossen werden wird, von dem abweicht, was in Osaka beschlossen wurde.
Mal ehrlich: Wer von Euch hat denn schon ernsthaft vor, sich ein Jahr lang auf neue Aufschlagtechniken vorzubereiten? Ich denke, die meisten werden doch wohl erst nach Abschluß der Mannschaftsmeisterschaft ernsthaft etwas Neues trainieren. Die AGM findet am 5. April 2002 in Zagreb statt. Ab dann bleiben immerhin noch rund vier Monate Zeit zur Umstellung, wobei noch fraglich ist, ob sich überhaupt so viele umstellen müssen. Denn das Verdecken wird in den unteren Klassen (also von den meisten) ja kaum praktiziert. Bedeutender wäre für die Basis m. E., wenn die vorgeschriebene Ballwurfhöhe tatsächlich gesteigert würde.
@ Ino
Es geht hier nicht um Ehrenrettung von DTTB und/oder ITTF. (Der DTTB hat damit im übrigen bislang fast nichts zu tun.) Vieles, was in diesen Verbänden passiert, finde auch ich nicht gut. Mich ärgert aber die Grundhaltung vieler, einfach immer pauschal auf die Funktionäre einzuschlagen, ohne überhaupt zu wissen, wie die Abläufe aussehen.
Für Regeländerungen bedarf es einer Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen, die erfahrungsgemäß nur sehr schwierig zu erreichen ist. Die Probleme liegen schon in der Struktur der ITTF: Dieses ganze föderalistische System, in dem alle Verbände, egal wie groß oder kompetent, genau das gleiche Stimmrecht haben, führt natürlich zu unprofessionellen Abläufen - zumal so manche, die da abstimmen, wohl nicht so recht wissen, worum es überhaupt geht.
Du begrüßt doch offenbar den Geist der neuen Aufschlagregel. Hast Du auch schon mal versucht, eine Formulierung für die Aufschlagregel zu finden, die praktikabel ist und keine Hintertürchen für faule Tricks offen läßt?
Mit freundlichem Gruß aus der dts-Redaktion
Rahul
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