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Es hacken nicht alle auf den Verbänden herum, lieber Quizard. Auch ich habe ja geschrieben, dass "b e i d e Parteien stur sind". Dennoch meine ich, dass die Verbände deutlich mehr Verantwortungsbewusstsein, mehr Weitblick und mehr Souveränität für unseren Sport haben müssten als einzelne Vereine. Und da setzt meine Kritik an - unabhängig vom Zeitpunkt, von der Form, von der Gerechtigkeit (EU/Nicht-EU) und von der juristischen Haltbarkeit des DTTB-Beschlusses.
Die Folgen eines Ausschlusses der meisten Nicht-EU-Ausländer aus dem Spielbetrieb wären mE katastrophal - vor allem für die guten deutschen Spieler. Denn das Niveau mehrerer wichtigen Ligen - nicht nur der RL Süd - würde beträchtlich sinken, unser so viel beschworener Nachwuchs hätte deutlich schlechtere Trainingspartner und Gegner und unsere heute ja (relativ) ordentlich "verdienenden" deutschen Spieler müssten ja zwangsläufig weniger verdienen bei dem gesunkenen Niveau. Das bedeutet im Endeffekt: Die Professionalität im Tischtennissport würde rapide sinken - und mit ihr das Niveau im Hochleistungssport.
Das wiederum führt zu weniger Fördergelder vom Staat, zu weniger Trainer, zu weniger Lehrgängen - eben zu weniger Niveau. Der internationale Vergleich mit den guten "Ausländern" muss in unseren Ligen beginnen, sonst ist er ohnehin nicht mehr zu gewinnen. Will sagen: Unser Sport muss professioneller u n d internationaler werden. Und das sgeht nun mal nicht ohne ausländische Schützenhilfe. Wer sich immer nur im eigenen Brei bewegt, wird schnell erstarren.
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