Artikel vom 22. April 2006
Schaulaufen um den Titel des Vize-Meisters
TISCHTENNIS-REGIONALLIGA ASV Wuppertal - TTC Altena (So., 14 Uhr). Beim Tabellendritten benötigt der TTC ein Remis, um Rang zwei zu sichern
ALTENA · Seine letzten Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Tischtennis-Bundesliga musste der TTC Altena vor zwei Wochen ad acta legen: Der TTC Vernich löste seine Pflichtaufgabe in Süchteln souverän und sicherte sich damit die Regionalliga-Meisterschaft und den Sprung in die zweithöchste Spielklasse. Für die Burgstädter geht es morgen daher nurmehr um Rang zwei. Um sich den Vize-Titel zu sichern, benötigt der TTC beim einen Punkt schlechter gestellten Tabellendritten ASV Wuppertal zumindest ein Remis.
Das Aufeinandertreffen mit den Schwebebahnstädtern sieht Altenas Routinier Wilfried als das Duell "der beiden besten Mannschaften. Denn", sagt er, "ohne Vernichs Leistung abwerten zu wollen: Sie haben sehr viele Spiele nur äußerst knapp gewonnen." Freilich kann sich der heimische TTC für diese Erkenntnis rein gar nichts kaufen, ist aber bestrebt, die Saison 2005/06 wenigstens als Zweiter abzuschließen. Denn schließlich sind die Altenaer die beste Mannschaft der Rückrunde und wollen nun im elften Spiel der zweiten Serie ihren elften Sieg einfahren.
Dessen, dass dies mitnichten ein leichtes Unterfangen werden wird, ist sich das Sextett aus der Burgstadt natürlich bewusst. Die Erinnerungen an das mit 4:9 verlorene Hinspiel, in dem der eigens eingeflogene "Joker" David Zalcberg nicht stach, sind noch präsent, und zudem sind die Qualitäten von ASV-Topspieler Bing-Qiang Chen (16:1-Bilanz in der Rückrunde), von Nummer drei Christian Strack (10:3) und Nummer fünf Bernd Ahrens (12:0) hinlänglich bekannt.
Das ändert aber nichts daran, dass der TTC einen Sieg fest im Visier hat - nicht zuletzt, um Ara Karakulak, der den Verein bekanntlich verlassen wird, einen gebührenden Abschied zu bereiten. Wohin es Karakulak zieht, ist übrigens noch offen. Und auch, was Neuverpflichtungen für die kommende Saison angeht, steht beim TTC noch nichts fest. "Alles Spekulation", verweist Wilfried Lieck jedenfalls die auf der Internet-Homepage des Tischtenniskreises (
http://www.tischtenniskreisluedenscheid.de) publizierten Gerüchte, nach denen sich der TTC unter anderem um die Dienste des Chinesen Zhiquiang Cheng (TG Neuss) und des polnischen Erstligaspielers Lubin bemühe, ins Reich der Fabeln. · tbu