Hi,
ich habe ein ganz anderes Modell:
Das Beinarbeitsmodell
Wir fangen mit unseren "Minis" (ca. 6-9 Jahre) auch mit dem VH-Konter an. Danach RH-Konter, allerdings legen wir extrem großen Wert auf die Beinarbeit! Denn die Beinarbeit ist die Basis für alles. Insbesondere für einen guten Block´und damit für ein gutes passives Spiel. Mit dem Topspin ist es für unsere Kinder einfach schwierig, eine korrekte Beinarbeit zu lernen, mit dem Konter geht es sehr gut. Der Schupf eignet sich dafür kaum. Wichtig ist aber, daß wir (insbesondere) für die halbwegs talentierten Spieler schon versuchen individuell die richtige Methodik auszuwählen. Die Schläge, die als erstes gelernt werden, werden auch über einen längeren Zeitraum eingeübt, erst danach kommen Topspin, Block und Schupf dazu. Gerade bei den Jüngeren und motorisch weniger begabten Kindern kommt es sonst häufig zu Mischformen ("Mädchen"-Topspin, bitte nicht übelnehmen, aber ich denke jeder weiß was ich meine). Die Differenzierung der verschiedenen Schlagarten ist auch wichtig. Die Kinder müssen sich darüber im klaren sein, wie sich ein Topspin vom Konter unterscheidet, usw.
Außerdem denke ich, gibt es eine ganze Menge Anhaltspunkte, wie man vorgehen kann/sollte:
- Alter der/s Kinder/s
- Bewegungserfahrung und/oder
- motorische Begabung
- Konzentrationsfähigkeit
- Differenzierungfähigkeit
- Charakter (eher neugierig ausprobierend, spielerisch oder eher klar strukturiert, diszipliniert, u.ä.)
- Anzahl der Kinder
- Anzahl der Trainer
- Qualität der Trainer
- Trainingshäufigkeit
- Homogenität der Trainingsgruppe
- technische Möglichkeiten (in der Halle, z.B. Spiegel, Video, Topspinrad, usw.)
- Präferenzen der Trainer
usw.
@Ralf TT-Granate
Zitat:
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Beispiel: ein Kind geht zum ersten Mal in die Halle und will Tischtennis spielen, es kann so grade eben den Schläger halten, fangt Ihr dann direkt mit den Modellen an? Ich glaube damit überfordert man das Kind und es wird unter Umständen schnell die Lust am Tischtennis verlieren. Ich stimme Euch aber zu, nach ein paar Wochen, sollte man mit durchdachtem Training anfangen.
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Da muß ich jetzt aber ganz deutlich widersprechen. Nicht daß man das nicht so machen könnte. Möglich, wobei die Gefahr, daß sich bereits Fehler einschleifen und auch, daß sich die Trainingsart zu sehr einspielt definitiv hoch ist. Aber ich habe in meiner Trainerzeit noch kein Kind erlebt, daß aufhört und die Lust verliert, weil es methodisch trainiert wird. Denn methodisch bzw. durchdacht heisst ja nun gerade
nicht das es langweilig ist. Ein guter Trainer
muß in der Lage sein, methodisches Training abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Möglichkeiten gibt es endlos.
Bitte nicht übelnehmen, aber wenn Du dieses Problem
hast (und nicht nur befürchtest es zu bekommen), dann besuch mal andere Trainer und hol dir Anregungen für abwechslungsreiches "durchdachtes" Training. Du wirst sicherlich fündig werden. Bist auch gerne zu uns eingeladen (Südhessen).
Eurer Homepage nach zu urteilen, macht ihr ja eine Menge (KLZ, TT-AG), das ist super, da müssen wir erst noch hin.
Viele Grüße
Joachim