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AW: Bier und Whisky - Searching for Quality....
Hallo,
zur Struktur des Brauereisektors habe ich mal eine, zugegeben etwas ältere, dpa-Meldung gefunden, die ganz gut zum Thema passt. Vielen sind die Verbindungen zwischen den selbständig auftretenden Marken gar nicht klar. Auch die Summen können einen schwindelig werden lassen:
'Konzentration im Biermarkt kommt voran
13. Februar 2004 Der Bielefelder Oetker-Konzern setzt mit der Übernahme von Brau und Brunnen die Konzentration im deutschen Biermarkt fort. Die wichtigsten Übernahmen und Fusionen im Überblick.
August 1999: Holsten beteiligt sich mit 27,2 Prozent an der Licher Privatbrauerei.
Februar 2000: Holsten schluckt König. Die Brauerei erwirbt 75 Prozent des Gesellschaftskapitals der Duisburger König-Brauerei. Die restlichen 25 Prozent werden ein Jahr später übernommen.
Oktober 2000: Die sauerländische Privatbrauerei Veltins steigt mit 35 Prozent beim fränkischen Weizenbier-Brauer Gebrüder Maisel ein. Beide Unternehmen bleiben selbstständig.
Februar 2001: Der niederländische Heineken-Brauereikonzern und die Bayerische BrauHolding der Münchner Schörghuber-Gruppe gründen das Gemeinschaftsunternehmen Brau Holding International AG. Der niederländische Konzern hält 49,9 Prozent und die BrauHolding 50,1 Prozent an dem Joint Venture.
Juli 2001: Der belgische Brauereikonzern Interbrew übernimmt 80 Prozent der Anteile an der Diebels GmbH & Co KG. Damit verliert die Privatbrauerei aus Issum am Niederrhein nach 123 Jahren ihre Selbstständigkeit.
Januar 2002: Die Bitburger Gruppe übernimmt Minderheitsanteile von 48,97 Prozent an der ostdeutschen Wernesgrüner Brauerei AG und stockt später auf 63 Prozent auf.
Februar 2002: Der belgische Braukonzern Interbrew kauft die Bremer Traditionsbrauerei Beck & Co für rund 1,79 Milliarden Euro.
Juni 2002: Die Bayerische BrauHolding der Schörghuber-Gruppe und der Heineken-Konzern steigen bei der Karlsberg-Brauerei ein. Das Gemeinschaftsunternehmen Brau Holding International AG übernimmt mittels einer Kapitalerhöhung 45 Prozent der Anteile an der saarländischen Brauerei.
Dezember 2002: Der belgische Bierriese Interbrew übernimmt für 491 Millionen Euro die Mehrheit der Gilde-Gruppe (Hasseröder/Gilde) in Hannover.
Juli 2003: Der Dortmunder Getränkekonzern Brau und Brunnen kauft die Tucher Bräu aus Nürnberg mit Marken wie Tucher, Patrizier und Hasenbräu. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.
September 2003: Die Einkaufstour von Interbrew geht weiter: Der belgische Brauerei-Konzern sichert sich die Bieraktivitäten von Spaten mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro. Interbrew würde damit zum größten Brauer Deutschlands aufsteigen.
Dezember 2003: Die zum Oetker-Konzern gehörende Frankfurter Brauereigruppe Radeberger steigt bei der Stuttgarter Hofbräu ein. Für einen 50-Prozent-Anteil an der Brauerei zahlt Radeberger 60 Millionen Euro. Zu der einstigen Binding-Gruppe gehören Marken wie Berliner Kindl oder Clausthaler Alkoholfrei. Auch die Marke Henninger gehört mittlerweile zu der Gruppe.
Januar 2004: Die dänische Brauereigruppe Carlsberg stellt die Weichen für eine Übernahme der Hamburger Holsten-Brauerei. Der Wert der Übernahme wird auf 437 Millionen Euro beziffert. Die Holsten- Marken Licher und König sollen an die Bitburger Getränkegruppe gehen, die dafür nach eigenen Angaben 469 Millionen Euro an Carlsberg zahlt. Carlsberg ist bereits seit Jahren auch über die Hannen-Bräu in Mönchengladbach auf dem deutschen Markt präsent.
Februar 2004: Der Bielefelder Oetker-Konzern schluckt Brau und Brunnen (Jever, Tucher, Berliner Pilsner, Sion Kölsch, Schlösser). Die Großaktionärin des Dortmunder Getränkeherstellers, die HypoVereinsbank, verkauft ihren Anteil in Höhe von 61,73 Prozent für 220 Millionen Euro an Oetker. Oetker ist mit der Radeberger Gruppe (Radeberger, Clausthaler, Schöfferhofer Weizen, Henninger Radler) bisher Nummer 3 auf dem deutschen Biermarkt. Radeberger Gruppe und Brau und Brunnen sollen nebeneinander unter dem Oetker-Konzerndach agieren.'
Gruß
M A
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