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Alt 15.05.2006, 23:05
Gerhard Schauer Gerhard Schauer ist offline
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AW: Wie geht es mit dem BTTV weiter?

Zitat:
Zitat von fantast
Wieso fühlst du dich eigentlich angesprochen !? Ich beziehe mich doch nur auf die Verantwortlichen in Oberbayern!
Hi fantast!

Ich halte mich nun als einer der "Assistenten " im Bezirk Oberbayern mal zum Thema Vetternwirtschaft und Eigeninteresse zurück, verstehe aber, dass sich Alex äußert.

Du hast geschrieben, daß JEDER Trainer (und Verantwortliche) macht, was er will. Ich nehme mal an, Alex hat das u. a. auf den "Trainer" bezogen.


Ich hoffe noch immer, daß sich der von mir hier schon öfter erwähnte Umgang zwischen manchen Trainern untereinander, Trainern mit Spielern und deren Eltern verändert. Es gab in meiner bekannten "bayerischen Geschichte" immer auch Trainerpersönlichkeiten (und auch Funktionäre) in leitender Position, mit denen eine Zusammenarbeit möglich war und wo man gerne seine Freizeit opferte. Dies soll nun nicht heißen, dass es "niemanden gibt, mit dem man zusammenarbeiten kann".

Macht eine Sache irgendwann keinen Spaß mehr - und da man ja nicht so leicht aufgibt - macht eine Sache auch auf längere Sicht keinen Spaß mehr, sucht man sich ein neues Aufgabengebiet. Das Leben geht ja bekanntlich weiter. Und Tischtennis muß z. B. nicht mein einziger Lebensinhalt sein (obwohl das schon lange einer meiner wesentlichen ist/war).

Und wird nicht (!!!!) oder falsch kommuniziert (z.B. "...Ich bin der König und alle haben sich zu fügen..." oder "... mir ist egal, ob eine Sache erfolgreich war, ich kann es besser..." oder "...welcher Trainer soll schon besser sein als ich..."), macht es irgendwann keinen Spaß mehr. Leider sehe ich das heute noch immer als einen der großen "Wachstumsbereiche" vieler Verantwortlichen. Nungut, wachsen darf ich auch noch...


Momentan ist wohl Umbruch angesagt in Bayern, wohin der Weg geht, weiß ich nicht. Ich wünschte mir einen hauptamtlichen Trainer (oder auch ein kleines Gespann), mit dem die Zusammenarbeit wieder Spaß macht, der/die nicht nur fachkompetent ist/sind sondern auch soziale Kompetenz mitbringt(en). Der/die ein Trainerteam unter sich wieder motiviert(en) und kollegial auf gleicher Augenhöhe mit ihnen kommuniziert(en). Der(die) kritikfähig ist/sind, zuhören kann/können und nach Abwägung Entscheidungen treffen kann/können.

Da wir es
-mit Kindern
-und mit mehr oder minder ehrenamtlichen (Bezirks-)Trainern zu tun haben, welche eben nicht weisungsgebunden sind und oft Freizeit "opfern",
-mit Eltern, die oft viel Zeit (und Geld) in ihre Kinder investieren, ist die SOZIALE Kompetenz sehr wichtig.

Ein neuer Trainer muß in der Lage sein, auf Menschen zuzugehen, auf sie einzugehen, mit ihnen ordentlich umzugehen. Fachlich soll er auch gut sein, jedoch bringt ja jeder (helfende) Trainer erworbenes Wissen mit in ein Team.

Meiner Meinung nach steht und fällt mit der psychologischen Qualifikation eines "Chef"-Trainers die Arbeit im BTTV. Jemand, der eben nicht nur auf die "fachliche Entwicklung" seiner Untergebenen achtet sondern auch "auf die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit" achtet (sinngem. Handbuch der Trainingslehre). Teamwork ist gefragt - gerade bei einem Flächenstaat, wie es Bayern ist. Sauberer Umgang mit Spielern, Eltern, Trainerkollegen, Funktionären usw.

Aber vielleicht bin ich ja auf´n falschen Dampfer, vielleicht hat ja der Ein oder Andere eine ganz andere Idee. Ich bin gespannt, wohin der Zug fährt.

Gruß, Gerhard
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immer cool bleiben... :-)

Geändert von Gerhard Schauer (15.05.2006 um 23:34 Uhr)
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