Das Motto "11 Freunde sollt ihr sein!" wird in diesen Tagen dank allgemeiner Fußball-Euphorie

groß geschrieben. Obwohl in Eindhoven nach wie vor Tischtennis

gespielt wurde, folgten 11 Leipziger Studenten diesem Motto und begaben sich Freitag Mittag nach Holland

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Inga Hoff, Katharina Strauch, Alexander Brömmer, Falko Graul, Frank Preis, Jakob Mühmel, Martin Rose, Bernd Rose, Stephan Geißler, Andre Lesser, Ingo Plaul.
Unsere Fortbewegungsmittel waren: der Verbands-Bus

des STTV sowie ein Mietauto

; als Fahrer glänzten Alex und Andre. Bei den Oranjes eingetroffen waren wir erstmal froh, dass die Wetterfrösche sich geirrt hatten. Die sagten nämlich Freitag und Sonntag bedeckt und Samstag sogar 80% Regenwahrscheinlichkeit mit abendlichen Gewittern! All das traf nicht ein, es war am gesamten Wochenende heiter!
Wir parkten Freitag gegen 22 Uhr im Gelände der TU Eindhoven ein. Danach war anmelden, Zelte

aufbauen und grillen angesagt! Zwischen 1 und 2 Uhr verschwanden die meisten in den Schlafsäcken. Immerhin kamen morgens 7:30 Uhr die traditinellen Aufwecker mit Sirene und Mikrofon

und gegeneinanderschppernden Töpfen über die Zeltwiese.
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Es stand zunächst das Team-Tournament auf dem Programm. Bei den Damen starteten Inga und Kathi als einziges Leipziger Team; leider weiß ich nicht genau, wie sie spielten. Soweit die Erinnerung reicht kamen sie in die Winner-Hälfte und schieden dort im Viertelfinale (o.ä.) aus.
Bei den Herren startete Frank mit Jakob sowie Stephan mit Andre; beide Teams erreichten die Winner-Runde, verloren dort aber in der 1. oder 2. Hauptrunde. Siebenter und letzter Leipziger in der Winner-Hälfte war Ingo, der einen polnischen Partner (Bezirksliga-Niveau) zugelost bekam. Auch für dieses Team kam auf der Seite der Gewinner schnell das aus.
Die Rose-Brothers aus M'berg wurden Gruppendritter und mussten somit in die Consolation-Runde, also ins "B"-Turnier. Dort überstanden sie sie noch zwei oder drei K.O.-Runden, schieden dann aber im Viertelfinale mit 1:2 aus, wobei sie knapp im Doppel unterlagen.
Alex und ich gewannen in der Vorrunde zwar gegen Ingo und seinen Partner, wurden aber dennoch Letzter in dieser Gruppe; enge Angelegenheit am frühen Morgen!

Im ersten Spiel auf der Consolation-Seite hatten wir zwei Holländer aus Geleen. Deren "Einser" war ein dicker Brocken (Spielstärke, nicht Körperumfang!); Alex musste sich nach fünf Sätzen geschlagen geben. Der "Zweier" war nicht ganz so stark, ich siegte 3:0. Im entscheidenden Doppel gewannen wir recht klar und standen somit im Sechzehntelfinale.
Im Anschluss vermöbelten wir recht locker die Teams Aachen 6, Berlin 4 und Weert/Eindhoven.

Im Consolation-Halbfinale hieß der Gegner Dresden 3. Hier gewann Alex gegen Mäkel (Pirna) und ich gegen Dippel (Graupa).

FINALE
Das Endspiel gegen Köln wurde zum Erlebnis, da nur noch das Winner-Finale der Herren parallel stattfand und auch schnell vorüber war. Danach waren alle Augen

der Halle auf die beiden Leipziger mit den komischen Spielstilen

gerichtet! Ich führte ich zunächst 2:0, wollte dann ein wenig fürs Publikum spielen und verlor prompt die Sätze 3 und 4; also 2:2.

Alex hatte nach verlorenem 1.Satz keine Problem mehr mit seinem Gegner und siegte trotz einiger Show-Einlagen

recht sicher mit 3:1

. Mein Entscheidungssatz ging gut los (4:1), kippte dann aber um (6:9). Ich nahm meine Auszeit und zog wieder vorbei. 10:9. Ein schön langsamer, ca. 1 Meter hoher Ball meines Gegner wollte dann zum Matchgewinn versenkt werden, doch den Gefallen tat ich ihm nicht; ich traf nichtmal den Ball mit dem Schläger!!

10:10. In der Verlängerung hatte ich dann einen Mehlball mehr als mein Gegner und gewann schließlich 16:14

Die Kombo Brömmer/Graul holte also den Titel


"1st Prize Team Men Consolation"!
Nachdem auch Samtag abend sehr ungesund vom Grill gegessen wurde

, wanderten wir - wie immer - in die City. Da die Veranstalter wiedermal die Location für die "official Taveres-ITT-Party" gewechselt hatten, folgten wir Kreidepfeilen

quer durch Eindhoven, um schließlich in einer Straße rauszukommen, die wir auch so gefunden hätten; dank alljährlicher Coffee-Shop-Suche ...äähm, ich meine ...Stadtbesichtigung! Der diesjährigen Ausgabe fehlten die Live-Band und ein paar Quadratmeter Platz, um alle Spieler/-innen unterzubringen. Inga, Kathi, Alex und ich begaben uns trotzdem auf die Tanzfläche, immerhin gabs ordentliche Music vom DJ

und zwischendurch Frei-Bier

und warme Häppchen zum dippen. Andere verfolgten andere Ziele

. Gegen 3 Uhr fanden wir zum Zelt zurück, um noch ein wenig zu schlafen

, bevor es mit TT weiterging.
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Sonntag morgen das alte Spiel

...Wecken per Sirene ...Konterbier! ...Duschen ...endlich wach werden! ...Frühstück: (lecker Mundbrötchen, die bis auf ein Fünftel ihrer Größer komprimierbar sind

und somit nicht viel Platz in der Sporttasche wegnehmen (die gabs übrigens auch zu jeder anderen Mahlzeit, die zum Turnier gehörte) ...Laufzettel abholen

und Tisch (1-76!) suchen ...Einzelturnier!
Hier erreichten unsere Mädels nach ihrer Sechser-Gruppen-Vorrunde wieder souverän die Winner-Hälfte. Der Weg in die Medaillen-Rängen war allerdings nicht zu meistern Inga verlor gegen eine Spielerin mit 2.Bundesliga-Erfahrung; Kathi unterlag eine Runde später einer guten Polin, die am Ende (glaube ich) im Finale stand. Angaben ohne Gewähr
Bei den Herren wurde in Vierergruppen gespielt, um die Masse Winner- und Consolation-Hälfte aufzuteilen. Danach wurde nochmal eine Zwischenrunde in Gruppen gespielt, aus denen je nur der 1.Platz weiter kam. Bernd ging den Consolation-Weg und siegte in der Zwischenrunde, was ihn ins Consolation-Achtelfinale brachte. Dort wartete dummerweise gleich ein späterer Finalist und Bernd war raus.
Der Rest belegte in der Vorrunde Platz 1 (Frank, Andre, Ingo, Jakob) oder Platz 2 (Alex, Falko, Stephan, Martin) und spielte somit auf der Winner-Seite. In den Zwischenrunden bleiben wir dann alle hängen. Ingo verlor im entscheidenden Spiel seiner Gruppe 2:3. Stephan hatte einen Riesen in drin. Alex unterlag einem Franzosen knapp, der im Team-Wettbewerb im Halbfinale stand. Von den anderen weiß ich nichts Genaueres
Ich flog durch kuriose holländische Rechenregeln aus dem Turnier

. Meine Zwischenrunde war eine Dreiergruppe, in der am Ende alle 1:1 hatten. Eindeutig Platz 3 war ein Holländer, denn er hatte 3:5 Sätze. Die Frage war nun, ob der Sportfreund aus Karlsruhe (4:3 Sätze) oder ich (5:4 Sätze) die Nase vorn habe. Nach "normaler" (deutscher) Rechnung ist die Satzdifferenz gleich, also zählt das Spiel gegeneinander (das hatte ich gewonnen)! Die Turnierleitung kramte aber ein Regelwerk raus, in dem stand, dass 4:3 besser ist als 5:4, weil 4/3=1,33 > 5/4=1,25

. Letzteres sehe ich als Mathematkstudent ja durchaus ein, aber TT-bezogen ist die Regel mehr als fragwürdig

Egal, ich war auch raus und wir konnten alle bei den "Guten" zuschauen.
Gegen 18 Uhr war dann Siegerehrung, die wir abwarten mussten (siehe Bild oben). Danach warteten wir noch auf die "offizielle" Bilder-CD, die der Taveres-Chef-Paparazzi

, der das ganze Wochenende mit seine Kamera Runden lief, gleich noch zusammenstellte. Gegen 19 Uhr gings heimwärts.
Als uns dann der Hunger zum pausieren drängte, gabs bei McD

nur noch McDrive. Da so eine Bestellung für 11 Leute nicht wirklich übersichtlich ist, beschlossen wir dann, einen "McGo" ins Leben zu rufen und liefen zum Leidwesen der folgenden Fahrzeuge alle einzeln an den Schaltern vorbei


.
Kurz nach 2 Uhr waren wir dann in Leipzig und das Breitfahren der Besatzung dauerte noch ein Weilchen. Zweenfurth wurde halb 4 angesteuert und Alex (der Held) musste um 7 Uhr den Bus in Dresden abliefern

Ihm blieben also zwei Stunden, um sich auf meinem Sofa "auszuschlafen" und nochmal 100km zu fahren! Ganz großer Motorsport
Beste Grüße
Falko