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Jülich ohne Druck gegen Gönnern
"Ganz ohne Druck und hochmotiviert", so Manager Arnold Beginn, geht der TTC
SIG combibloc Jülich am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) ins
Tischtennis-Bundesligaspiel gegen den TTV Re-Bau Gönnern. Weil der
Mannschaft von Trainer Christian Dreher die Teilnahme an der Play-off-Runde
praktisch nicht mehr zu nehmen ist und auch Platz 5 schon sicher scheint,
hat sie gegen den deutschen Vizemeister nichts zu verlieren. "In der
Vergangenheit haben wir gegen Gönnern immer gut gespielt, aber leider auch
immer verloren. Dieses Mal rechnen wir uns schon was aus", sagt Beginn, der
sich auf interessante Spiele im vorderen Paarkreuz zwischen Philippe Saive
(Rückrunden-Bilanz 9:2) und Timo Boll (9:1) sowie zwischen Trinko Keen und
Danny Heister ("Die holländische Meisterschaft") freut. Doch auch die Spiele
des hinteren Paarkreuzes wird der TTC-Chef mit besonders wachem Auge
beobachten: Jülichs He Ruining und David Daus kämpfen noch um einen Platz im
künftigen Fusions-Klub SIG Combibloc Jülich/Hoengen, für den auch Gönnerns
Zoltan Fejer-Konnerth ein Kandidat ist. TTV-Trainer Helmut Hampl hat großen
Respekt vor den Gastgebern: "Sicher wollen wir gewinnen, aber in Jülich ist
es immer schwer." Hampl hofft, dass seine derzeit in guter Form befindlichen
Spieler gesund von den Qatar Open zurückkehren und die Zeit- und
Klima-Umstellung gut verkraften. Bei dem lukrativen Pro-Tour-Turnier im
Schaichtum startete bis auf den verletzten Jörg Roßkopf, dessen Einsatz am
Sonntag nach wie vor unwahrscheinlich ist (Hampl: "Ich gehe davon aus, dass
er nicht spielen kann"), das gesamte TTV-Team. Mit einem Sieg möchte sich
Gönnern den zweiten Tabellenplatz zurückerobern, den Trainer Hampl auch am
Ende der Punktrunde gerne inne hätte: "Der ist zwar kein Muss, aber es wäre
schon gut, wenn die Spieler nach der Europameisterschaft und den letzten
Bundesligaspieltagen nicht gleich das Play-off-Viertelfinale bestreiten
müssten, sondern noch eine Woche länger Zeit zur Vorbereitung aufs
Halbfinale hätte."
Derartige "Sorgen" kennt man bei der DJK Offenburg und Würzburger Hofbräu
96, die ebenfalls am Sonntag um 14.30 Uhr aufeinandertreffen, nicht. Die
Play-off-Runde außer Reichweite, möchte Gastgeber Offenburg gegen das
Tabellen-Schlusslicht endlich den ersten Heimsieg der Saison landen und
damit einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib unternehmen. Die
Aussichten scheinen gut, denn der zuletzt grippekranke Andras Podpinka steht
wieder zur Verfügung. "Wir brauchen Andras, weil Abwehrspieler Evgenij
Shetinin gegen den ,Penholderstil' von Fan Changmao im vorderen Paarkreuz
wahrscheinlich wenig Chancen hätte", sagt DJK-Trainer Pavel Levine. Außerdem
sind die Gäste noch ohne Auswärtspunkt und auch fast ohne Hoffnung, was ein
Erreichen des rettenden Ufers betrifft. Nur ein Sieg erhält die
Minimalchance aufrecht, bei einer Niederlage wäre die Würzburger
Zweitliga-Rückkehr nach nur einem Bundesligajahr sogar schon perfekt.
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