|
AW: Bremen: Konsequenzen fürs Training
Gerade auf der Rueckhand spielen viele noch Pressblocks. Und selbst wenn man jemanden nur Spinblocks spielen sieht, heisst das noch lange nicht, dass er kein Pressblock spielen kann bzw. dass er Pressblocks nicht trainiert. Profis trainieren viele Techniken, die sie nur selten einsetzen. Hast du z. B. Joo Sea Hyuk schon mal mit der Rueckhand einen Topspin ziehen sehen? Ich schon, und ich versichere dir, er kann es wirklich gut.
Hier geht um die Frage, ob man in der Grundlagentraining Pressblocks durch Spinblocks *ersetzen* soll, und meine Meinung nach ist die Antwort eindeutig Nein, denn wer Pressblock und Topspin beherrscht, kann noch leicht Spinblocks lernen. Wer dagegen keinen schnittlosen Block spielen kann, der kann auch nicht richtig schiessen. So hat man eine Luecke in seinem Technik-Spektrum, die letztendlich das gesamtes Ballgefuehl eines Spielers beeintraechtigen wird.
Mit schnittlosen Schlaegen entwickelt man am meisten Ballgefuehlt. Aus diesem Grund hat man frueher in China den Kindern die ersten zwei, drei Jahre nur Konter und Ausschlaege ueben lassen. Das macht man heute nicht mehr, und tatsaechlich gibt es TT-Schulen, in der von Anfang an Topspins beigebracht wird. Im Umfeld der Nationalmannschaft haelt man dieser Praxis aber klar fuer verfehlt, ich habe wiederholt Kritik von chinesischen Nationaltrainer und Ex-Nationaltrainern vernommen, dieser oder jener junge Spieler koenne nicht richtig zuschlagen, weil er offensichtlich nur Topspin gelernt habe.
Dass man heute nicht *nur* Pressblocks, sondern auch unbedingt Spinblocks beherrschen muss, das steht ja ganz ausser Frage. Und ganz ehrlich, gibt es noch junge Topspieler, die kein Spinblocks koennen?
Geändert von henrypijames (16.05.2006 um 16:17 Uhr)
|