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Alt 17.05.2006, 12:39
tomji tomji ist offline
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AW: Schlagtechnik 1: Neutralstellung des Schlagarms

Meine Sicht der Neutralstellung des Schlagarm:


1. Der Oberarm zeigt ca. 45° nach schräg vorne unten, vom Körper weg, so das sich der Ellenbogen mind. zwei Handbreit vorne neben dem Körper befindet.

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Grundwissen:

Wenn wir das mit beiden Armen gleichzeitig machen und vor den Körper, mit Unterarm und ausgestreckter Hand ein Dreieck bilden, na ja ganz ein Dreieck ist es eigentlich nicht, zeigen unsere Fingerspitzen auf den optimalen Balltreffpunkt, deswegen wird es auch goldenes Dreieck genannt, je weiter der Oberarm dabei nach vorne zeigt, desto großer wird die Schlaggeschwindigkeit die wir dabei erreichen könnten.

Alle Schläge, sollten sich aufgrund der Tatsche, dass sie bei optimaler Ausführung ein D bilden, durch diesen optimalen Balltreffpunkt bewegen.
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z.B. für VHT

Um diesen optimalen Balltreffpunkt zu erreichen, ihn besser anzuvisieren und die Schlagbewegung zu verkürzen, ist es besser den Oberarm gleich in der Ausgangsstellung optimal auszurichten, weil sich der Oberarm am Ende der Ausholphase und gleichzeitiger Beginn der Schlagphase, also dem Moment, wo sich im Oberarm und/oder Handgelenk die Bänder/Muskeln spannen, sowieso etwas nach hinten bewegt, je weiter wir nun den Oberarm während der Schlagbewegung wieder nach vorne bewegen müssen um so länger wird die Schlagbewegung und um so größer wird die Gefahr, das man den optimalen Balltreffpunkt nicht erreicht und den Ball etwas zu spät und zu weit neben dem Körper trifft.


2. Das Handgelenk sollte sich immer ein Stück höher, als der Ellbogen sein, und der Schläger sollte immer über Tischniveau sein.

z.B. für VHT

Den Grund, hab ich damals in der Trainerausbildung gelernt, leider ist es schon so lange her, so dass ich es leider nicht mehr verständlich erklären kann.

Wenn der Handgelenk über den Ellenbogen ist, kann man eine wesentlich größere Vorspannung/Beschleunigung erzeugen, als wenn das Handgelenk schon unter den Ellenbogen ist.

Warum und wieso, fragt bitte euren Arzt.

Man merkt das aber auch deutlich beim spielen, wenn man zu früh ausholt hat und sich das Handgelenk schon deutlich unter den Ellbogen befindet und man dann ne weile auf den Ball warten muss und kurz bevor er dann kommt, dann doch noch mal versucht, durch ne weitere kurze Ausholbewegung, etwas vorzuspannen, bekommt man einfach nicht die Beschleunigen raus wie sonst.


3. Die Schlägerspitze zeigt schräg nach oben.

Mal ganz davon abgesehen, das wenn sie nach vorne, oder unten zeigen würde, man gegen 2. verstoßen müsste und/oder das Handgelenk so weit nach unten drücken müsste, das überhaupt keine Vorspannung mehr möglich wäre und damit zumindest auch keine kurze Topspinbewegung aus dem Handgelenk.

Ist diese Stellung der Schlägerspitze technisch richtig, wenn man extrem schnell mit z.B. Flip auf schnittlosen Ball, Konter, Schuss, Block auf einen Ball reagieren muss/möchte, weil bei diesen Schlägen die Schlägerspitze immer schräg nach oben zeigen sollte, es würde also auch unnötige Zeit kosten, sie während der Bewegung erst grob richtig auszurichten.


4. Die Schlägerkante, die eine Verlängerung des Unterarms bildet, zeigt in die Richtung des Balles.

Hier hab ich mich jetzt selbst nicht unbedingt richtig ausgedrückt und mach noch mal selbst eine Verbesserung.

4 (NEU). Das Schlägerblatt befindet sich (a) im optimalen Balltreffpunkt, (b) ist senkrecht, (c) die Schlägerkante zeigt in Richtung des Balles und wenn wir von einer wirklich neutralen Stellung ausgehen, (d) gleichzeitig auch genau vor dem Körper, weil sich unsere Beine entsprechend stellen und immer ein T zum Ball bilden sollten.

Diese wirklich neutrale Stellung, verwirklicht man aber nur selten, weil wir (b) und (d) oft mit Hilfe unserer Antizipation und Erfahrungsantizipation ausrichten.

Begründung für …

(a) siehe 1.

(b), (c) und (d) nur wenn diese Kriterien erfühlt sind, ist es möglich auf eine VH, oder RH Platzierung des Gegners gleich schnell zu reagieren, zumal erkennt der der Gegner anhand unserer ganzen Stellung nicht was wir so erwarten.

Wenn wir den Schlägerarm immer senkrecht zur Grundlinie ausrichten würden, würden wir eine Seite immer bevorzugen, ist der Ball z.B. auf der andern Seite, links vom Schlagarm, könnten wir auf eine VH Platzierung schneller reagieren, als auf eine RH Platzierung, und umgedreht.
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