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Zitat von mithardemb
Du siehst (verständlicherweise) diese Entscheidung aus deinem Sichtwinkel. Es gibt aber sicher unter den TT Spielern genausoviele die diese Entscheidung begrüßen und das Argument der Unberechnenbarkeit teilen - ob zu recht oder zu unrecht will ich hier gar nicht bewerten. Das Problem ist eben, daß jetzt abängig von der Entscheidung einer der Parteien den Funktionären Unfähigkeit vorwirft. Die können sich also gar nicht im Sinne aller TT Spieler verhalten.
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Wenn es in der Spitz so wenig erfolgreiche GLN-Spieler gibt, dann zeigt dies, wie beschränkt ein GLN-Spieler in seinen Möglichkeiten ist die Noppe einzusetzen und wie berechenbar die Bälle sind. Mit einem glatten Belag, kann ich aktiv keinen Spinn in den Ball geben, da braucht man nicht Mathematik studieren, um sich das auszurechnen. Ich spiele die GLN nicht, weil ich damit so viel machen kann, sondern weil ich damit wenig falsch mache, ein Schnitt des Gegners kümmert mich halt wenig.
Meine Einschätzung steht schon fest, denn folgendes kann ich wirklich nicht ernst nehmen.
"Technische Broschüre T4A
In die Technische Broschüre wird die Forderung aufgenommen, dass die Gummi Oberfläche von Schlägerbelägen einheitlich und ohne (Farb- o.ä.) Schicht sein muss.
Es handelt sich hier um eine neue Forderung in T4, die dazu dient, die Spieleigenschafte leichter messen zu können. Hintergrund ist folgendes:
Behandelte Gummis: Dieser Ausdruck wird verwendet für Noppen-außen-Beläge, die auf den Noppen eine Schicht haben oder einen anderen Prozess durchlaufen haben, um die Reibung zu reduzieren. Damit wird beabsichtigt, den Gegner zu verwirren, wenn der Spieler einen Schlag ausführt, der dem Ball normalerweise einen Effet geben würde. Stattdessen hat der Ball wenig oder gar keinen Effet, was es dem Gegner schwer macht, den Ball zu retournieren."
Nochmal für alle, mit einem glatten Belag, kann man den Ball nicht in Rotation versetzen, die Beläge haben unterschiedliche Farben, einer ist rot, der andere schwarz, auch klingen sie anders. Es gibt kein normalerweise, da die Folge eines Schlages eben von dem Belag abhängt. Wenn ich mit einem griffigen Belag an dem Ball entlang streiche, so kann ich diesen in Rotation versetzen, mit einem glatten geht es wie gesagt nicht. Ein griffiger Belag nimmt die Rotation eines Balles auf, um diese ohne Einwirkung dann umgekehrt wieder abzugeben. Mit einem glatten Belag kann ich hinsichtlich der Rotation nicht auf den Ball einwirken, sie bleibt wie sie ist. In Wahrheit ist also der glatte Belag berechenbar, denn die Rotation bleibt ja immer gleich. Der griffige Belag ist aber nicht berechenbar, da ich bei geeigneter Bewegung jede Rotation erzeugen kann.
"Wir schätzen, dass sich heute auf unserer Liste der zugelassenen Beläge etwa 25 - 30 Gummis befinden, von denen wir glauben,dass sie unter diese Überschrift fallen. Sie sind deshalb dort, weil wir keine Methode hatten, das eindeutig festzustellen.
Jetzt haben wir vielleicht ein Labor gefunden, das die sog- "Mikro-Reibung" oben auf den Noppen und an deren Seiten messen kann. Jetzt möchten wir dazu Daten sammeln.Nachdem wir einige Messsungen gemacht haben, hoffen wir, ein Minimum-Reibungsniveau für Gummi von Schlägerbelägen ermitteln zu können. Ziel ist, später diesen Minimum-Reibungslevel für alle Noppen-außen-Beläge als Teil der Zulassung einzuführen. Wir hoffen, dadurch mehr das Geschick des Spielers und weniger die Wichtigkeit des Materials betonen zu können. Das könnte ein erster Schritt für das Testen der Spieleigenschaften von Gummis sein, anstatt bloßer physikalischer Tests"
Da man bestrebt ist, etwa 25- 30 "Gummis" zu verbieten, kann ich mir nicht vorstellen, dass wirklich ein Minimales-Reibungsniveau ermittelt werden soll, denn dann könnte man es einfach mit 0 annehmen, vielmehr scheint beabsichtigt zu sein ein Minimales-Reibungsniveau so festzulegen, dass die genannten Beläge auch verboten werden können. Es kann sein, dass Spieler, die sich gegen das verbotene Material nicht geschickt anstellen können, gechickter aussehen, wenn sie nicht mehr dagegen spielen müssen, ihr Geschick wird damit aber nicht gefördert. Jedes Material ist nur so wichtig, wie der Spieler in der Lage ist, es sinnvoll einzusetzen.
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Zitat von mithardemb
Das Argument mit der Gesundheitsgefährdung ist wenig Wert, wenn man nicht auf ihren Grad eingeht. Der ist nach meinem Verständnis so niedrig, daß man das ganze durchaus um ein Jahr verschieben kann. Wenn man die Gesundheitsgefährdung als Todschlagargument benutzt, muß man konsequenterweise alle Beläge verbieten. In jedem verwendeten Kunststoff sind gesundheitsschädiche flüchtige Stoffe enthalten. Natürlich ist das nochmals weniger gefährlich.
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Wenn du richtig gelesen hättest, dann hättest du auch gelesen, dass meine Bedenken sehr gering sind, da bei uns wenig geklebt wird. Andere sehen das anders, sie reagieren sehr direkt auf das Kleben. Da ein Verbot aber beschlossen ist, scheinen die Verantwortlichen doch gesundheitliche Bedenken zu haben, wenn sie diese aber haben, dann verstehe ich nicht, warum das Verbot nicht zum angegebenen Zeitpunkt erfolgt, denn wenn man es um ein Jahr verschieben kann, dann geht es auch um 2 Jahre und dann um 3 usw.
Ich denke, dass im Zuge der Auseinandersetzungen schon genügend auf den Grad der Gefährdung eingegangen wurde. Momentan habe ich aber keine Lust, die Ergebnisse der Studie zu suchen, die zum Verbotsvorschlag führte.
Ich meine aber mich richtig zu erinnern, dass für die Bedenklichkeit, ein intensives Kleben vonnöten war.