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Alt 18.05.2006, 23:40
tomji tomji ist offline
Nordisch By Nature
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tomji ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Schlagtechnik 1: Neutralstellung des Schlagarms

Das der Oberarm bewusst hinter die Schulter gedreht werden darf, ist auf jeden Fall so nicht richtig, schon gar keine 45°, ich denk, ich weiß aber, was Du versucht zu sagen.

Es ist ja erstmal so, dass es keine Standarttechnik an sich gibt, sondern das man bei der Ausrichtung und der Bewegung des Körpers durchaus einen Spielraum hat, wo man variieren kann und so seine persönliche Technik so entwickelt, jedoch gibt es halt Grenzbereiche, die man nicht unter oder überschreiten sollte.

Für Spieler die mit langen Bewegungen arbeiten, wie Wang Liqin, nutzen schon die oberen Grenzbereiche aus, um alles was der Oberarm zu bieten hat nutzen zu können, bei denen dreht sich der entspannte Oberarm eher bewusst auf einer Line mit den Schultern, in dem Moment wo sie mit den Oberkörper die Schlagphase einleiten, fällt der Oberarm leicht hinter die Schulter zurück, bis sich die Bänder /Muskeln spannen und der Oberarm voll nach vorne abgeht. Würde man den Oberarm bewusst hinter die Schulter drehen, würde zu viel Spannung verloren gehen, bis man den Ball endlich trifft, oder so, wieder ne Frage für Sportmediziner.



Was die Stellung der Schlägerspitze angeht, ist es nicht so wichtig, wohin sie eigentlich zeigt, jenes hängt ja auch noch von anderen Faktoren der Körperhaltung ab, sondern viel mehr ist besonders wichtig, das das Handgelenk jederzeit die Möglichkeit hat, nach unten abzuknicken zu können, für Spieler mit kurzen ist dies halt extrem wichtig, in der Regel ist dies halt optimal gewährleistet, wenn die Schlägerspitze schräg nach oben zeigt.


Und ob, das Handgelenk jetzt ein Stück höher, als der Ellbogen sein sollte, oder sich doch lieber darunter befinden sollte, hängt nach meinen Videostudien, viel von einigen Faktoren z.B.:

1. was der Spieler selber erwartet spielen zu müssen, oder zu wollen. Bei vollkommener Unsicherheit, was aber nur in Situationen auftritt, bei denen man relativ Tischnah spielt, haben sämtliche Spieler das Handgelenk über den Ellenbogen. Je weiter sich die Spieler in der Halbdistanz befinden, desto weiter geht das Handgelenk auf gleiche Höhe, bis etwas unter den Ellenbogen runter, weil man eher damit rechnet gegen zu Topen, als zu Kontern/Schießen/Blocken.

2. Ob man eher kurze oder lange Bewegungen bevorzugt, Spieler die hauptsächlich aus den Handgelenk spielen, haben das Handgelenk fast immer über den Ellenbogen, hier ist der Ausholpunkt immer im optimalen Balltreffpunkt.
Spieler die viel mit dem Unterarm machen, offnen diesen etwas mehr, um weniger Zeit für die Ausholphase zu benötigen, hier ist der Ausholpunkt etwas unterhalb des optimalen Balltreffpunkt.

In einer wirklich fließenden Bewegung zwischen mehreren Schlägen, gehen alle Schlage in der Ausschwungphase durch den optimalen Balltreffpunkt, zumindest bei optimaler Ausführung, wenn man nicht unter extremen Zeitdruck steht.
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