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Alt 22.05.2006, 15:03
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Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Hallo Joe,

ich habe nicht davon gesprochen, dass alle GLN Spieler Standspieler sind - der Tenor aus Hogars Statements lautete allerdings dahingehend, dass die GLN gesundheitsfördernd sei, weil sie die Notwendigkeit zur Bewegung an der Platte reduziere.
Das war nicht so beabsichtigt, vielmehr wollte ich darauf hinweisen, dass es im TT durchaus Bewegungsabläufe gibt, die man nicht als gesundheitsfördernd ansehen kann. Dabei denke ich zum Teil an die Verrenkungen, die Dimitrij Ovtcharov beim Aufschlag zeigt. (tischtennis Mai 2006) Mit der Suchfunktion kann man auch leicht feststellen, dass es einige Spieler gibt, die sich über Rückenbeschwerden beklagen.

Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Anstatt jetzt über meine sicher etwas überzogene Selbstdarstellung herzuziehen, rate ich dazu, seine Statements kritisch zu betrachten.
Ob deine Selbstdarstellung überzogen ist oder nicht, kann ich nicht bewerten, und will es auch nicht. Wobei ich mich aber schon frug, ob so ein Mensch Freunde hat. Ich bitte auch darum meine Anmerkungen kritisch zu betrachten, denn sonst hätten sie ja keinen Sinn.

Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
DA wurde davon gesprochen, dass die GLN das Standspiel fördert. Und dass diese Form des ruhigen Spiels ach so gesund sei.
Als GLN-Spieler, stehe ich persöhnlich nah am Tisch, ich denke auch, des es die meisten anderen so tun, denn es gibt einige Gründe dafür.
Wenn ich einen Topspin retourniere, wird daraus ein Unterschnittball, dessen Flugkurve nach oben gebogen ist. Im Idealfall tangiert diese den Tisch. Dazu muss ich aber weit vorne sein und den Schlag so ansetzen, dass der Ball den Schläger über Netzhöhe verläßt. Bedingt durch die Nähe zum Tisch und unter Beachtung des Strahlensatzes, ergibt sich, dass die Wege kürzer sind, als wenn ich weiter entfehrnt stehe. Allerdings muss man wie gesagt aber auch schneller reagieren. Also vorne am Tisch agieren, bedeutet weniger Wege als weit vom Tisch abzuwehren. Beim Foto von Herbert Neubauer sieht es so aus, als ob auch er ein Spieler ist, der vorne bleibt. Herr Neubauer wirkt auf mich wirklich sehr entspannt und konzentriert. Abhängig vom Gegner muss ein GLN-Spieler sich sicher auch bewegen, nur eben nicht so weit, wie die anderen. Sicher ist ein ruhiges Spiel gesünder als ein hektisches. Eine aufrechte Haltung ist auch sicher besser als ein Katzenbuckel.
Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Untermauert wurde diese These dann mit Gesundheitsstudien, aus denen hervorgeht, dass Bewegungsarmut gesund sein soll. Geht's noch?!
ja, siehe hierzu http://www.sportunterricht.de/lksport/brodtm99.html
Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
ICH habe dann nur diesen Faden theoretisch weiter gesponnen, um zu zeigen, wo wir folgerichtig mit dieser Form der Argumentation landen würden.
Dass gemäßigte Bewegung gut ist, habe ich nie abgestritten. Wenn ich es wiedermal für nötig erachte, gehe ich zu Kraftübungen ins Studio und zur förderung der Kondition laufe ich. Wobei ich da kein gutes Beispiel bin, da ich meinen Puls zu lange zu hoch treibe, sicher ist da weniger mehr, doch das macht mir keinen Spaß.

Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Also bitte meine übersteigerte Angeberei nicht mit den Fakten vermengen, die hier zur Diskussion stehen.

Gruß Olaf
Ja, darauf sollten wir uns besinnen. Wenn ich den Vergleich mit dem Schach brachte, gescah dies nicht um anzugeben, denn ich bin überall eher unterdurchschnittlich, sondern es bezog sich auf die Schriftwechsel davor, bei denen sich gewundert wurde, dass Herr Müller gegen Timo Boll einen Satz gewinnen konnte, obwohl er sich a) als Hobbyspieler bezeichnet und er b) nach verbreiteter Ansicht übergewichtig sei. Nun wurde angezweifelt, dass es sowas in anderen Sportarten gäben könnte. Und der Sieg wurde den "tückischen " Noppen zugeschrieben.
Und da dachte ich eben auch an Artur Jussupow, der eher übergewichtig ist, aber eine ELO-Zahl 2595 12 hat, die meiner Meinung reicht um auch mal ein Spiel gegen den Weltmeister zu gewinnen, nun spiele ich nicht mehr viel Schach und kann diese Annahme nicht durch konkrete Turnierergebnisse belegen, da ich kein Datenbank mehr habe, doch es ist für mich zumindest vorstellbar. Der kritische Leser mag gerne der Frage nachgehen, ob Herr Jussupow jemeils gegen einen Weltmeister gewonnen hat.

Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
P.S.: Ich spiele kein TT mehr. Macht mir einfach keinen Spaß gegen die heutige Materialschlacht. Habe hin und wieder mal noch Ersatz bis in die Kreisliga gespielt. Allerdings war ich längere Zeit Trainer der 1. Mannschaft, die mittlerweile in der Landesliga oben spielt (damals noch Bezirksklasse), obwohl mein eigenes Spiel nicht auch nur annähernd gut genug war, einen Satz gegen Brett 6 der Mannschaft zu gewinnen. Ich konnte besser analysieren und daraus Ratschläge für das Spiel der betreffenden Spieler entwickeln, welche auch fruchteten.
Einige Freunde von mir spielen auch Golf und sind davon ganz begeistert. Ich denke ja, dass es egal ist was man macht, hauptsache man macht es. Also wünsche ich dir viel Spaß beim Golf. Wir sind gerade in der Kreisliga Meister geworden, wobei ich aber überwiegen im Doppel angetreten bin.
Wir spielen nächste Saison dann in der Stadtliga, welche mit der Bezirksklasse in Niedersachsen vergleichbar ist. Doch ob es zum Klassenerhalt reicht ist fraglich.
Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Gegenfrage: Sind generelle Aussagen über Sport und Bewegungsphysiologie nur dann zutreffend, wenn man selbst mindestens Regionalliga im TT gespielt hat?
Ich denke, dass die Aussagen nicht zwingend zutreffender sind, wenn man höher spielt.

Liebe Grüße,
Horst
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Kann man überhaupt von "Leben" sprechen, wo kein Vergnügen ist? (Erasmus von Rotterdam)
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