@ Joachim
Ich behaupte wirklich nicht, dass mein Vorschlag absolut zu Ende durchdacht ist.
Allerdings könnte es ja sein, dass gerade etwas radikal anderes (z.B. das "Ausspielen") dem Tischtennissport mehr Freunde gewinnt.
Deswegen möchte ich hier auf Deine Kritikpunkte eingehen:
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- keiner (insbesonderer kein "externer") kann mehr nachvollziehen, wie der echte Tabellenstand ist
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Klar: bisher wäre es in etwa so:
Mannschaft A: 4:0
Mannschaft B: 2:2
Beim Ausspielen mit Matchwertung sähe dasselbe dann vielleicht so aus:
Mannschaft A: 18:7
Mannschaft B: 12:15
Also, für mich ist das auch ein "echter" Tabellenstand; genauso echt oder unecht wie die jetztige Wertungsweise.
Zitat:
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- jeder kleinste Ausfall kann sich entscheidendst auswirken (wenn heute einer gegen einen mittelmäßigen Gegner ausfällt, gewinnst du statt 9:4 eben 9:6, alles in Butter, dann aber könnte das ein Problem darstellen)
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Stimmt: 2:0 ist 2:0 ist 2:0! Und ein 9:6 ist natürlich nicht so schön wie ein 9:4.
Aber wenn in der Siegermannschaft einer ausfällt und sie daher nicht so hoch gewinnen kann: where is the problem?
Schließlich gehört es doch dazu, sich immer zu bemühen mit der vollständigen und besten Mannschaft anzutreten. Wenn einem dass nicht gelingt und man dafür eine kleine Quittung (in Form des etwas geringer ausfallenden Sieges) erhält, ist das doch o.k., oder?
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- die Qualität von Ergebnissen wird sehr schwer einschätzbar
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Finde ich überhaupt nicht. Dadurch, dass jeder Spieler alle Spiele machen kann, wird das Gesamtergebnis (wieviel ist die eine Mannschaft wirklich besser als die andere) m.E. eher noch aussagekräftiger.
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- es geht ein wenig Mannschaftsgedanke verloren, denn genau das, das ich jetzt einen schwachen mal mit durchziehen kann ist dann nicht mehr der Fall
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Wenn man nach der jetztigen Regelung mit einem schwachen Spieler gewinnt, würde man auch beim Ausspiel-Modus mehr Punkte bekommen als der Gegner.
Und frag mal den 6er, der nach der jetztigen Wertungsweise evtl. nur 1xEinzel und 1xDoppel spielen kann und dafür evtl. eine sehr lange Anfahrt in Kauf nimmt, ob sich das für ihn gelohnt hat.
Ich glaube, dass ein zufriedener 6er dem Mannschaftsgeist auch sehr gut tut.
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- Verständnis: Warum steht nicht die Mannschaft oben, die nur eine Niederlage hat, sondern die, die zwei Niederlagen hat?
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Klar, es handelt sich um eine neue Wertungsweise. Da liegt es in der Natur der Sache, dass es im Vergleich zur Tabelle nach jetztiger Wertung zu Abweichungen kommen wird.
Trotzdem: gute Mannschaften werden weiterhin oben und schlechte Mannschaften unten zu finden sein. Es kommt daher höchtens zu kleinen Verschiebungen bei den einzelnen Tabellenplätzen.
Im übrigen: wenn die Mannschaft mit zwei Niederlagen vor der Mannschaft mit einer Niederlage steht, dann ja wohl nur deshalb, weil sie insgesamt bei allen Spielen bessere, konstantere Leistungen abgeliefert hat.
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- das Durchspielen führt (zumindest bei 6er Mannschaften) dazu, das alle Spiele sehr lange dauern
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Und um 22.00 Uhr kommt der Hausmeister und macht das Licht aus...
Im Moment geht natürlich nicht jedes Spiel bis zum 9:7 oder 8:8.
Aber was ist das Problem an langen Spielen? Wir spielen doch Tischtennis, weil wir diesen Sport lieben und nicht weil es eine lästige Pflicht ist, die so schnell wie möglich vorüber sein soll.
Viele Grüße
Urs