Einzelnen Beitrag anzeigen
  #2  
Alt 13.03.2002, 11:44
Oblomow Oblomow ist offline
Member
erfahrenes Forenmitglied
 
Registriert seit: 29.06.2000
Beiträge: 387
Oblomow ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Re: Tolle Jugendförderung von 3B Berlin gefährdet

Zitat:
Original geschrieben von D.G.
Dies stand in den Potsdamer Nachrichten vom 12.3.02 (Auszug):


Der letzte Aufschlag

Der Senat will Berliner Sportvereinen eine weitere Einnahmequelle streichen - erfolgreiche Klubs stehen vor dem Aus

Robert Ide

Berlin.Viele Berliner Sportvereine stehen vor dem Aus. Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) will die Sportförderung weiter absenken. Nach senatsinternen Plänen sollen keine Erlöse aus der Spielbank mehr an Berliner Bundesliga-Klubs fließen. Bisher gingen vier Prozent der Spielbank-Gewinne an Vereine - für Auswärtsfahrten und Übungsleiter. Im vergangenen Jahr umfasste die Förderung 1,5 Millionen Euro. Am Wochenende will die Koalition beraten, ob das Geld gestrichen wird. In der Sportverwaltung von Senator Klaus Böger (SPD) wird hektisch nach Alternativen gesucht. Offiziell heißt es aber: "Vor dem 19. März nehmen wir keine Stellung."Die Gegner haben sich bereits positioniert.

Beispiel 3 B: Die Berliner Tischtennis-Damen gewannen am Freitag den ETTU-Cup, einen Europapokal. Damit sind sie Berlins erfolgreichstes Tischtennis-Team seit mehr als 30 Jahren. Der Verein bekam in der vergangenen Saison 20 000 Euro aus der Spielbank-Kasse, immerhin 15 Prozent des Gesamt-Etats. Manager Rainer Lotsch entwickelt nun ein Notprogramm: "Wenn uns die Mittel gestrichen werden, müssen wir unseren Nachwuchstrainer entlassen und die Jugendmannschaften zurückziehen." Derzeit trainieren 120 Mädchen und Jungen im Verein - mit Erfolg. Die zweite Mannschaft von 3 B steht vor dem Aufstieg in die Zweite Liga, das dritte Team - mit Spielerinnen zwischen 13 und 15 Jahren - vor dem Sprung in die Regionalliga. Doch die Träume der Jugendlichen dürften zerplatzen, wenn die Sparvorgaben erfüllt werden sollen. "Wir müssen die Kinder auf die Straße setzen", klagt Lotsch.
@ D.G.

Das hört sich ja fürchterlich an!

Wenn ich die beschriebene Berliner Situation jedoch mit anderen Verbänden und Vereinen vergleiche, kann ich feststellen, dass die Berliner TT-Vereine bisher wie die Made im Speck gelebt haben.

Von derartigen finanziellen Zuwendungen können andere Vereine + Verbände nur träumen!
Und eine Berliner Reaktion des Verein 3B3 verstehe ich schon garnicht: Warum kürzen die im Jugendbereich, warum nicht im Bereich der Finanzierung der 1. Damenmannschaft?? Dann spielen die eben mal für einige Jahre nicht unbedingt an der Spitze. Bei dem Nachwuchsangebot dürfte das nur eine Frage der Zeit sein, wann der Nachwuchs nach oben drängt.

Zur allgemeinen Berliner Finanzsituation: Wenn dort hart gespart werden muss, hat das natürlich Konsequenzen für viele Bereiche. Jeder ist stinkig, wenn er betroffen ist. Jeder muss aber Abstriche machen, sonst wird das nichts mit dem Sparen.

Also, Berliner Tischtennisfreunde: Nicht gleich klagen und die Politiker beschimpfen, sondern auch mal die Einsicht zeigen, kleinere Brötchen backen zu müssen! Ihr habt bisher im (TT) Paradies gelebt!!
__________________
Mit Tackiness bekomme ich jeden Ball zum Glühen!
Mit Zitat antworten