Einzelnen Beitrag anzeigen
  #138  
Alt 05.06.2006, 11:07
Benutzerbild von Weltklasse
Weltklasse Weltklasse ist offline
TT-Hölzer nach Maß
Foren-Stammgast 2000
 
Registriert seit: 19.09.2001
Ort: .... von der Nordseeküste....
Alter: 50
Beiträge: 2.703
Weltklasse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast (Renommeepunkte mindestens +40)
AW: Wechselgerüchte und Wechsel

Zitat:
Zitat von Fischkopp
Meiner Meinung nach, sollten Jugendliche da spielen, wo sie wohnen. Was meint die Tischtennisgemeinde dazu.

Viele Grüße von
Fischkopp
Hallo Fischkopp,

grundsätzlich hast du natürlich recht, es wär natürlich schön wenn man die Eigengewächse in Bremerhaven halten könnte. Das Problem in Bremerhaven ist aber das das Spielniveau/Perspektive in Bremerhaven nicht stark genug ist um einen so talentierten Spieler zu halten. Den wirklich talentierten Spielern in Bremerhaven fehlt es einfach an guten Trainingsmöglichkeiten. Entweder sind die Hallenzeiten für Tischtennis auf hohen Niveau (ab Oberliga Herren) nicht ausreichend oder es fehlt diesen Jugendlichenen und jungen Erwachsenen einfach an genügend guten Trainingspartnern und gutausgebildeten Trainern.

Mehr als 3mal wöchentlich kann kein Verein in Bremerhaven die eigene Halle regelmäßig fest nutzen. Sofern die Kinder noch zusätzlich am Kadertraining teilnehmen kommen die Kinder gerade mal auf 4mal Training in der Woche. Das ist zwar schon gut, für Spitzenleistungen (auf Top 48 , Deutsche, Norddeutsche) reicht das aber nicht, da muß man als 12Jähriger schon mindestesn 5mal die Woche Tischtennis spielen. Man braucht nur zu den Nachbarn in Niedersachsen schauen, welche sich regelmäßig auf nationalen Wettbewerben vor den Bremern/Bremerhavener platzieren. Hier wird einfach professioneller und häufiger trainiert.

In Bremerhaven gibt es meines Wissens kein Trainer welcher über ein B oder sogar A-Lizenz verfügt. Selbst das Kadertraining wird auch "nur" von einem B-Trainer ausgeführt, dessen spielerisches Niveau sicherlich geringer ist als das von Frau Gluza.

Hauptproblem ist meiner Meinung nach aber die mangelde Spielstärke in Bremerhaven. Kein Bremerhavener Jugendlicher bzw. junger Erwachsenerj hat es in den letzten 15 Jahren geschafft sich in einem Bremerhavener Verein ein Oberligaformat anzueigen. Der ESV Bremerhaven hat zwar 1994 den Aufstieg in die Oberliga geschafft, nachdem der Hauptsponsor Klüver jedoch sein finanzielles Angagement zurückzog war es bereits im August 1996 mit dem Traum Oberliga vorbei. In dieser Mannschaft hat neben Lothar auch nur ein Bremerhavener (L. Krüger) gespielt.

Selbst als DJK 2004 mit einer jungen Truppe aus überwiegend Bremerhavener Spieler es bis in die Oberliga schaffte, hatte von diesen jungen Talenten kein Spieler Oberligaformat. Mit Ausnahme von Dennis Jenzen schaffte es kein Spieler im jeweiligen Paarkreuz eine positive Bilanz zu erspielen. Wenn auch nur im unteren Paarkreuz hat er zumindestes bewiesen das er Oberligatauglich war.

Den einzigen Bremerhavener den man zum damaligen Zeitpunkt noch das Prädikat "Oberligaspieler" verleihen konnte war höchstens noch H. Özer., welcher sich dieser Spielstärke jedoch auch in anderen Vereinen (Werder, Lunestedt) geholt hat. Er mußte jedoch im starken OP antreten, weshalb es wohl nicht zu einer positiven Bilanz reichte.

Grünhöfe hat zwar ein hervorragende Jugendarbeit in den letzten Jahren geleistet, doch fehlt den stärksten Jugendlichen einfach spielstarke Gegner um sich ausreichend weiterzuentwickeln. Selbstverständlich ist die Hälfte der Spieler der 1.Herren in Grünhöfe noch immer spielstärker als Anton, dies liegt aber voallem an der größeren Spielerfahrung und Taktik als an der besseren Technik.

Die Frage ist jedoch wie lange sind diese noch besser??? - 1/2 ; 1 oder sogar 1 1/2 Jahre, spätestens dann dürfte Anton die Spieler überholt haben. Auch haben diese Spieler sicherlich nicht den Spielwitz und die Ideen eines Guzmann von den sich Anton etwas abschauen kann. Von daher wäre Anton bei seinem Ehrgeiz und fleiß (Ziel: irgendwann RL) spätetens in 1-2 Jahren in Grünhöfe an seinen Grenzen gekommen und eine schnelle Weiterentwicklung wäre nicht in dem Maße möglich gewesen wie derzeit beim NTV.

Derzeit bietet der NTV Anton einfach die bessere Perspektive. NTV hat eine Junge talentierte Truppe, viele Sprachlich verwandte Spieler, Verbandstrainerin als Vereinstrainerin, regelmäßige Fahrten zu Turnieren und das Vorbild Guzzi der es im NTV geschafft hat sich ein Oberligaformat anzueigen. Peter Igel, sicherlich ein Kenner der Oberliga-Szene, attestierte Ihm erst kürzlich, daß Guzzi wahrscheinlich sogar RL unten bestehen könnte. Von daher hat Anton sicherlich einefür Ihn gute Entscheidung getroffen.

Gruß Weltklasse

Geändert von Weltklasse (05.06.2006 um 21:33 Uhr)
Mit Zitat antworten