Da ich auch mit einigen Verbandsvertretern gesprochen habe, kann ich vielleicht auch noch etwas zur Klärung der offenen Fragen beitragen (vorausgesetzt ich habe es selber kapiert...

). Ein Teil der Verwirrung kam dadurch, dass es seit Mai 2006 eine neue Wettspielordung (WO) gibt, die bereits für die Klasseneinteilung 2006/2007 angewandt wird.
Danach geht es bei der Klasseneinteilung in etwa so ab:
1. zunächst wird die vor Beginn der Runde festgelegte Auf- und Abstiegsregelung umgesetzt, d.h. der Meister steigt auf, die beiden letzten (bei 10 Mannschaften) bzw. die drei letzten (bei mehr als 10 Mannschaften) steigen ab. Verzichtet der Meister auf den Aufstieg, rutscht der zweite oder der dritte nach.
2. die Klassen werden bis auf Sollstärke (10) aufgefüllt und zwar in der Reihenfolge:
- bester Absteiger der aufzufüllenden Spielklasse
- die beiden zweitplatzierten der Spielklasse darunter
- zweitbester Absteiger der aufzufüllenden Spielklasse
3. die von oben zurückziehenden Mannschaften werden zusätzlich den Spielklassen hinzugefügt.
Schritt 3 kam nach der alten WO noch vor Schritt 2, die neue Regelung ermöglicht tendenziell aufgeblähte Klassen.
Für die Verbandsliga heißt dies:
Schritt 1:
Absteiger aus VBL: Ketsch, Viernheim, Sandhofen
Aufsteiger in VBL: Rappenau, Ilgen
Aufsteiger in BADL : Eggenstein2 verzichtet, daher rustcht N'bischofsheim als zweiter stattdessen nach
Absteiger von BAD: Söllingen
somit eigentlich:
Söllingen
eggenstein 2
Oftersheim
walldorf
kleinsteinbach
sinsheim
sandhausen
wilferdingen
bad rappenau
st. ilgen
ergibt 10 Mannschaften
Schritt 2
Durch günstige Rückzüge weiter oben ist in der Badenliga zusätzlich Platz. Den ersten freien bekäme also Söllingen als bester Absteiger, den sie aber nicht wahrnehmen wollen. Für Oftersheim ergibt sich, ebenso wie für einen weiteren aus Südbaden, die Chance nachzurutschen.
Damit ist die VBL zu neunt. Den ersten freien Platz bekommt der beste Absteiger (Ketsch) und die VBL hat die Sollstärke von 10
Schritt 3
Neureut (Rückzug aus Regionalliga) wird gemäß Antrag als zusätzliche Mannschaft eingestuft, also VBL zu 11.
Wie von m2b angedeutet ist bei meiner Rechnung der Fall von Söllingen nicht ganz eindeutig. Sie sind zwar "normaler" Absteiger aus der Badenliga, da sie aber auf einen ihnen nachträglich möglichen Klassenerhalt verzichtet haben, könnte man dies auch als Rückzug und Einstufungsantrag ansehen.
In diesem Fall wäre es so
Schritt 2
Ketsch bleibt als bester Absteiger drin. Da aber Söllingen jetzt erst unter Schritt 3 gehandelt wird, würde weiter aufgefüllt, da die Klasse ohne Söllingen und mit Ketsch erstmal nur zu 9. wäre. Die Nachrutscher wären MTG und Bruchsal. Die Klasse wäre zu elft
Schritt 3
Neureut und Söllingen würden jetzt als zusätzliche Mannschaften eingestuft, wodurch die Klasse bei 13 Mannschaften wäre.
So wie es aber scheint, ist die erste Variante die logischere (Söllingen als normaler Absteiger) und aufgrund der drohenden 13er Staffel meiner Meinung nach auch die wahrscheinlichere, wodurch von einer 11er Staffel auszugehen ist.
Genug Theorie, wird Zeit, dass die Runde wieder losgeht...